Am 20.02 kamen wir gegen Mittag wieder in Quito an, vom Flughafen ging es in die Stadt Gebäck holen, davor machten wir uns aber noch auf eine Kleinigkeit essen. Und dann passierte es, mein Papa der nachdem er meine Mama noch für ihre unvorsichtigkeit ausschimpfte, wurde ausgeraubt. Ich wollte im Moment des Schocks keine Wunden aufreisen aber eigentlich sollte es klar sein, dass mit dem Rucksack am Rücken durch die Altstadt von Quito zu laufen, eine schlechte Idee ist. Glücklicherweise waren weder Handy, Kamera noch Kindles weg, nur ein kleines Täschchen mit Ladekablen und Steckdosenadaptern. Naja, nur die Kamera wurde dadurch nutzlos (mussten von da an meine verwenden) und mein Papa konnte nicht mehr ständig E-Mails beantworten (wie schade...)
Nachdem wir den Schock verdaut und die Polizei ihren Bericht aufgenommen hatte (schon seltsam wenn die Touristenpolizei kein Wort Englisch spricht) machten wir uns auf den Weg zum Busbahnhof. Von dort ging es um halb 12 mit einem sogar sehr großen und schönen Bus nach Coca. Dort warteten wir eine gute Stunde auf unseren Guide Ivan, der noch mit einer anderen Frau der Agentur, Reina, auftauchte und uns mit nach Limoncocha nahm. Nach einem Frühstück irgendwo am Straßenrand (endlich probierten Papa und Dani Bolones) kamen wir zum Eingang des Reservates. Von dort ging es ab in ein Kanu (mit Motor) und wir machten uns auf zur Lodge. Normalerweise sind es 30 Minuten, aber weil wir uns Zeit nahmen, Vögel und andere Tiere beobachteten und im Endeffekt sogar Caimane (Aligatoren) sahen brauchten wir knapp 2h.
Ich finde die Lodge einzigartig, mitten im Nichts, sehr einfach, mit Bad und Klos im Freien, aber dennoch schöne Betten, mit neuen Matratzen, Moskitonetz und einem netten kleinen Aufenthaltsraum. Nach dem Mittagessen machten wir uns auf einen Spaziergang durch den Dschungel , knappe 3h un denen wir neben kleinen giftigen Fröschen, jeder Menge Insekten und Ameisen auch Vögel und Affen beobachten konnten.
So viele Affen, richtig beeindruckend.
Am Ende des Weges kommt man zu einem gigantischen Baum bei dem es sogar eine Lineane gibt auf der man Tarzanlike hin uns herschwingen kann.
Zurück ging es gleich noch einmal auf ein Kanu Piranhas fischen. Wir waren zu sechst, Papa, Dani, Ivan, Reina, unser Kanu-Fahrer und ich. Insgesamt fingen wir 13 Fische, ich nur einen, mein Papa sogar drei. Es braucht ein bisschen, ist teilweise sehr frustrierend aber auch lustig. Es wurde im Endeffekt ein richtiger Wettkampf, mein Papa meinte am Ende nur mehr "die Fische lernen dazu, essen immer nur mein Fleisch auf", fals ihr es nicht wisst, man fängt Pirahnas mit Fleisch ;)
Zurück hatten wir eine kurze Pause, dann Abendessen (Pirahnaas) und dann ein letztes mal auf das Boots Aligatoren beobachten. Wir hatten Glück, sahen einige große Exemplare und Ivan fing sogar einen Babyaligator den ich und meine Schwester dann in die Hand nehmen durften, dass hat man auch nicht alle Tage.
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| Die Lodge |
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| Dani ganz mutig ;) |
Der nächste Tage begann (wieder einmal) sehr früh, um 7 fuhren wir mit dem Kanu zurück nach Limoncocha um dann in ein Taxi umzusteigen, es nach 10 Minuten für ein anderes Kanu zu verlassen, dass uns dann nach Yasuni brachte, oder hätte bringen sollen. Nach ca 15 Minuten fahrt zeigten sich dass das Boot für den derzeitigen Wasserstandes des Rio Napo einfach zu groß war. Die Lösung? Wir stiegen alle aus und schoben das Boot ein Stück, hat man auch nicht alle Tage ;)
Also wir ankamen wurde nur unser Gebäck verstaut und zurück ins Kanu, ab ein Stück weiter in den Dschungel. Von unserem Anlegeplatz machten wir uns dann auf zu einer 5h Wanderung zurück zurück in die Lodge. Was wir in der Zeit sahen?
Jede Menge provisorische "Baumstammbrücken" die über kleine Flüsse führten, einen Baum in dem Mini-Ameisen wohnen die man essen kann (schmeckt nach Zitrone), weitere gigantische Bäume, unglaublich viele exotische Pflanzen, ein paar Affen, Vögel und eine kleine Vorführung wie man aus einer Art Schilf Fäden gewinnt mit denen man Schmuck machen kann (Dani bekam ein Armband). Vor allem die erste halbe Stunde war beeindruckend da wir von einem Geräuschekonzert hunderter Grillen begleitet wurden.
Als wir geschafft wieder bei der Lodge ankamen gab es erst ein bisschen Pause, dann versuchten wir unser Glück erneut im Fischen aber irgendwie wurde das nichts. Leider. Nach einem super Abendessen machten wir noch einen kleinen Nachtausflug in den Dschungel. Irgendwann bat ich alle ihre Lampen auszuschalten, nur aus Interesse. Zwar hatten wir Vollmond und man konnte Umrisse erkennen aber bei den paar Lichtstrahlen die durch das Blätterdach fallen ist man ohne Guide schnell verloren.
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| Boot schieben |
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| Ich, der Guide aus Yasuni (Namen vergessen), Reina, Ivan, Dani |
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| Essbare Ameisen |
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| Wir fischen |
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| Dani balanziert | | |
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| giftige Schlange |
Der nächste und letzte Tage begann (wieder einmal) sehr früh. Wir fuhren mit dem Kanu ein bisschen weiter in den Nationalpark, nach einer guten Stunde kamen wir zu unserem ersten Stopp. Von hier aus wanterten wir zu einem 40 Meter hohem Turm der über dem Urwald aufragte und und eine einzigartige Sicht auf die Umgebunge rmöglichte (mit Papageien).
Danach fuhen wir zu einem Beobachtungspunkt für Papageien, hatten aber mit dem Wetter Pech. Nach einiger Zeit gingen wir zum Boot zurück, gerade noch rechtzeitig befor der Regen über uns hereinplatze. Aber so ein Picknick im Boot, wenn drausen er Regen vom Himmel prasselt, hat auch was, bis unser Fahrer sich einbildete das Wasser von der als Dach dienenden Plastikplane entfernen zu müssen und uns alle übergoss. Egal, bei der Hitze trocknet alles schnell.
So ging es nach Mittag weiter zu einer kleinen Comunidad, dort kletterten wir auf einen zweiten Turm von dem aus wir Tukane sahen, danach bekamen wir in dem Dorf eine Vorführung traditioneller Tänze, uns wurde gezeigt wie man Chicha macht (ein fermentiertes Yuca Getränk) und ein paar andere Sachen über die Comunidad erklärt. Dann schnell zurück zur Lodge, wir packten , machten dann in irrwitzigem Tempo noch Schokolade welche mit Bananen genossen wurde und stiegen um Punkt fünf ins Kanu um unseren Bus nach Coca zu erwischen. Dort mussten wir uns dann von Ivan und Reina verabschieden.
Aber es waren drei schöne und vor allem aufregende Tage :)
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| Turm 1 |
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| Turm 2 |
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| Papa & Dani |
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| Tukan |
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Uns wir Chicha erklärt Die Frau rebt gerade Camote (Süßkartoffel) |
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Ich, Dani, Ivan, Papa, Reina, Yasuni-Guide (Von links nach rechts) |
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