Mittwoch, 2. März 2016

Reisen mit Papa & Dani #3 - San Cristobal (Galapagos)

Der Tag begann noch auf Santa Cruz, wieder einmal früh aufstehen. Wir wurden von unserem Guide abgeholt, eine unglaublich nette Frau deren Namen ich leider vergessen habe, und machten uns auf den Weg nach Tortuga Bay. Da wir viel zu früh für die Massen unterwegs waren, bestritten wir den Weg (bis auf einige Läufer) alleine. Während der knappen Stundenwanderung erklärte uns unser Guide unglaublich viel über Galapagos, Die Probleme und auch Vorteile hier zu leben, wir erfuhren dass der Eintritt in ein paar Monaten auf 300$ (!!!) erhoben wird, welche Schwierigkeiten der Massentourismus bringt aber auch jede Menge Kleinigkeiten über die Tier und Pflanzenwelt.
Als Weg diente eine kleine gepflasterte Straße die sich durch die halbe Insel zog, relativ trockene Landschaft, kaum Schatten aber jede Menge Vögel und Eidechsen. Ist der Weg vorbei kommt man zuerst zu einem Surfstrand bei dem schwimmen verboten oder "nicht erwünscht" ist. Dafür sahen wir jede Menge Spuren von Schildkröten die in der Nacht an Land kamen und nach einem Ort für ihre Eier suchten, und natürlich Leguane. Der eigentlich Strand war das ein absoluter Traum, ruhiges, blaues, klares Wasser, feiner, heller Sand, umgeben von grünen Bäumen. Mehr Leguane und Seelöwen. Wir schwammen einige Zeit, ich und Dani ließen uns in alte Zeiten zurückfallen und verbrachten mindestens eine Stunde im Wasser mit jeder Menge herumgeblödel. 
Danach ging es zurück, wir suchten uns ein Taxi und fuhren ins "Hochland". Dort besuchten wir eine Farm auf der man wieder Riesenschildkröten beobachten kann, nur dieses Mal in freier Wildbahn. Ich weiß nicht wieso aber diese Tiere beeindrucken mich so sehr, obwohl sie schwerfällig und träge wirken, haben sie etwas majestätisches an sich dass ich nicht richtig erklären kann. Und sie sind so groß... Das beste waren einige Tiere die sich im Schlamm einer Lagune abkühlten, die Köpfe fast nicht mehr zu erkennen, wirkten sie wie Steine oder Statuen. 
Nachdem wir zurück waren holten wir schnell unser Gebäck und es ging auf ein Boot um nach San Cristobal zu fahren. Eine weiter 2h Bootsfahrt mit jeder Menge Sonne und offenem Meer. Den Abend ließen wir langsam und schön ausklingen, das kleine Städtchen bewundern mit seinen gefühlt tausenden Seelöwen die wirklich überall herumlagen (einziger Nachteil - der Gestank), ins Hotel einchecken und dann noch gemütlich Abendessen, super Fisch.


Schildkrötenspuren


Ein Leguan 
 


Am nächsten Tag starteten wir wieder einmal früh, wir machten eine Bootstour zum " Leon dormido" einem riesigen Felsen der eine gute Stunde von der Hafenstadt entfernt lag. Als erstes ging es in die Agentur wo wir unsere Schnorchelausrüstung anprobierten. Danach dann mit einer Gruppe Studenten aus den USA auf das Boot und los. Als wir den Felsen erreichten durfte ich mich auf das Dach des Bootes setzen. Die Aussicht was gewaltig, ganz nah fuhren wir an diesem gewaltigen Felsen entlang, das Meer war etwas unruhig, Wellen schwappten gegen das Boot und den Felsen, wir beobachteten zig exotischer Vögel und Seelöwen, teilweise musste ich meinen Kopf verdrehen um überhaupt die Spitze des Felsens erkennen zu können. Nach einer Runde mit dem Schiff zogen wir uns dann um und es ging ab ins Wasser. Die nächste Stunde schnorchelten wir um den Felsen, kämpften gegen teilweise starke Strömung und hohe Wellen an, genossen aber eine fantastische Aussicht. Leider war das Wasser nicht glasklar, aber man konnte dennoch den Ansatz des Grundes erkennen der sich mehr als 30 m unter uns erstreckte. Wir sahen eine riesige Vielfalt an Fischen, Seelöwen und Schildkröten.
Als alle wieder heil im Boot ankamen ging es zu einer kleinen abgeschiedenen Bucht in der nähe, blau-türkises Wasser, feiner heller Sand, jede Menge Pelikane und im Hintergrund Büsche und Pflanzen. Einziges Problem, ich verbrannte mir den Rücken, und zwar richtig. Aber was sollst, wenigstens waren wir tiefenentspannt.
Zurück im Hafen machten wir noch einen kleinen Spaziergang die Bucht entlang, schwammen ein wenig (der Strand den wir uns aussuchten war ebenfalls von Seelöwen besetzt) und gingen einige kleine Wege entlang die uns zu einer Statue von Charles Darwin, einer Kanone (warum die je aufgestellt wurde ist mir ein Rätsel) und dem Interpretatioscenter vorbeiführten.





Der leider letzte Tag in Galapagos begann entspannt. Wir standen auf, frühstückten, packten und machten uns dann auf das Intetpretationscenter  zu besuchen, nur diesesmal ohne Hast und mir Guide. Mehr Infos über Galapagos, die Diversität an Pflanzen und Tieren, die Probleme und
Vorteile hier zu leben und welche Umweltprobleme es gibt. Dazu etwas Geschichte und kleine Rätseln. Danach mussten wir leider schon zum Flughafen, aber schön war es.
Was sagt ich da, nicht schön, eher einmalig & genial. 

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