Freitag, 11. März 2016

Neuer Job, neuer Start

Es ist wirklich seltsam wieder hier zu sein, ich habe einerseits das Gefühl Arosemena nie verlassen zu haben, merke aber auch ganz stark wie sehr ich mich selbst in den letzten paar Wochen weiterentwickelt habe. Vor allem die letzten 14 Tage haben mir unglaublich gut getan, auch wenn die Arbeit im Hostel keine einzigartige Erfahrung ist die ich in Europa nicht hätte machen können, hat es vor allem mein Selbstvertrauen gepuscht, mir gezeigt, dass ich doch nützlich sein kann und vor allem war es einmal eine nette Abwechslung mit Menschen zusammenzuarbeitend die nicht verschwinden sobald man anwesend ist.

Ich werde das Hostal vermissen, in etwas weniger als einer Stunde mache ich mich auf den Weg. Neue Arbeit, neuer Start, neue Leute, neue Erfahrungen. 
Hoffentlich Gute.
Ich werde in der Liana Lodge arbeiten, ist ca 1 1/2h von Tena mit dem Bus, dann noch einmal 10 Minuten mit dem Kanu. Eine nicht ganz billige Lodge, die eine deutsche Leitung oder zumindest in Zusammenarbeit mit einer deutschen Organisation steht, in der viele Einheimische arbiten aber auch ein anderer deutscher Freiwilliger. Ich bin ja gespannt, war zwar schon oft im Dschungel, aber dort für längere Zeit leben? Da stellen sich einige Fragen:
Gibt es immer fliesendes Wasser?
Wie ist das Essen?
Kann ich dort Sport machen?
Gibt es Strom oder haben sie einen Generator der nur am Abend läuft?
Gibt es Internet, bzw wenn ja Wifi oder nur Comupter?
Werde ich vor langeweile sterben?
Oder mich vielleicht in den Dschungel verlieben?

Da die Lodge doch sehr modern ist, denke ich dass es mir ganz gute gehen wird. Ich frage mich woraus mein Job bestehen wird. Außerdem weiß ich noch nicht wie ich mit meiner Freizeit umgehen soll. Ich will reisen, Quilotoa ist mein erstes Ziel, aber andererseits muss ich die Leute in Banos besuchen, in Arosemena aber fast auch vorbeischauen. Das ist alles so schwer, irgendwie, ich kann hier nicht mehr viel Zeit verbringen, ich habe diese einfach nicht. Ich will noch nach Peru.
Jaja, alles so unglaublich kompliziert, irgendwie. 

Mein Rückflug ist am 2.07. Es wirkt so nahe irgendwie, nur mehr ungefähr 3 3/4 Monate, das ist nicht lange um ehrlich zu sein. Ich glaube aber im ENdeffekt war es gut, dass ich aus Arosemena weg bin. So habe ich viel mehr gesehen, über mich selbst gelernt, neue Freunde gemacht, und auch wenn die Arbeit in der Agentur eher, ähm, sagen wir "nicht so das Wahre" war, alle Erfahrungen, auch die Schlechten, bringen einen irgendwie weiter.
Ich wünschte nur momentan es wäre nicht so heiß, bei der Hitze reisen ist ein Albtraum. 

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