Freitag, 20. November 2015

Von Nirvana, Laptops, Eis und Menschen

Ich glaube die Leute hier kennen Nirvana nicht. Also nicht alle, Mauricio in Quito wusste sofort von was ich sprach aber als ich Alvaro, einen Cousin, wohnt um die Ecke, gerade beim zurückgehen vom baile terapia darauf angesprochen habe, war nur ein riesengroßes FragezQuiereüber sein Gesicht geschrieben. Ich meine komm schon, Nirvana... Kurt Cobain, Grunge, Smells like teen spirit. Gar nix?
Ok ich sollte nicht zu hart sein, bei uns gibt es sicher auch genug die keine Ahnung haben von was ich spreche.

Ich muss diesen Post von meinem Handy aus schreiben. Wieso? Mein Laptop ist am A****. Ich glaube die Festplatte ist hin, was eine kleine Katastrophe wäre, Festplatten sind hier, laut meine Family zumindest, teuer. Momentan hab ich ihn bei einem Typen abgeliefert, Ingenieur, kann ihn angeblich eventuell fixen. Hoff ich zumindest.

Heute und gestern hatte ich zwei super Erlebnisse die mir mal wieder gezeigt haben wie verdammt toll doch die Menschen in Ecuador sind. Als ich gestern die Straße entlang lief rief mir wieder mal eine meiner Schülerinnen "Señorita Martina" nach, ich darauf "Hóla" und dann sie " Quiere un helado?." Nachdem ihr Papa mir auch freundlich zugewinkt hat dachte ich so "warum nein zu einem Eis sagen?" und habe die Straßenseite gewechselt. Daraufhin wurde mir eine Schokoeis, ihr Papa hat einen kleinen Schulbedarfs und Süßigkeiten Laden, und ein Stuhl angeboten und ich hab ca 1 1/2 Stunden mit der Family über die Schule, Kinder, Ecuador, Österreich, Essen, Hannes und Kathi, Tier und Pflanzennamen, Eissorten, Computer, wieso Österreich so teuer ist, und noch zig andere Themen gequatscht. Alle waren super freundlich und hätten sie nicht irgendwann weg müssen wäre ich ewig geblieben. Schlussendlich meinte der Vater aber sollte ich ein Eis wollen, solle ich nur vorbei kommen. Seine Tür steht mir offen.
Heute dann praktisch das gleiche noch mal, ich war ein Eis kaufen (Kokos, natürlich, das is hier zum niederknien) aber in nem anderen Geschäft da die so ein super Eis aus der Region haben. Nachdem ich bezahlt hatte wurde ich eingeladen mich doch hinzustezen, die Sonne würde doch so extrem vom Himmel brenne, dass mir mein Eis unter den Fingern davon schmelzen würde. Recht hatten sie, also nahm ich das Angebot an. Dann dasselbe Szenario, wieder ewig getratscht, Leute kamen und gingen und schlussendlich habe ich ewig mit Miriam, eine Studentin die eigentlich in Quito lebt aber für ein paar Wochen hier ist um zu entspannen, danach fangen die Abschlussprüfungen an, getratscht. Es war einfach unglaublich lustig, nicht nur sie, alle. Als ich meinte ich wäre 18, single und würde englisch reden meinte einer nur er müsse mich mit seinem Sohn verkuppeln. Wurde dann ein running-gag. Irgendwann meinte Miriam ob ich Lust hätte zum Fluss zu gehen, bei der Hitze sag ich zu so was nie nein, also hat uns ihr Bruder zu nem mini Strand gefahren. Ihr habt ja alle keine Ahnung wie erfrischend das Wasser nach der brennenden Sonne war. Außerdem war es einfach super mit Miriam zu reden, sie ist außerdem glaub ich eine der weltoffensten Personen die ich bisher in Arosemena getroffen habe. Sie meinte sie will viel Reisen, die Welt sehen, arbeiten, auf heiraten hat sie keine Lust und Kinder? Nein danke. Dass hier zu hören ist eine Seltenheit.

Jedenfalls meine sie, nachdem ich erwähnte dass ich öffters laufen gehe, das ich sie das Nächte mal bitte mitnehmen soll. Freu mich schon drauf.

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