Gestern habe ich es endlich geschafft etwas zu tun das ich seit meiner ersten Woche hier vorhatte. Immer wieder, seit fast Tag eins, habe ich Leute am oder bei einem Fluss mit überdimensional großen Schwimmreifen beobachtet. Ich würde schätzen zwischen ein und zwei Meter Durchmesser (ich bin schlecht in so was), schwarz, aus einem super-robusten Material, keine LKW-Reifen oder ähnliches sondern wirklich nur für am-Fluss-fahren gemacht. Als ich also Andrés gestern im Haus herumwuseln sah bis er irgendwann eine Miniaturausgabe dieser Reifen aus einem Regal hervorzauberte, fragte ich ob ich nicht mitkönne. Klar, kein Problem. Etwas später sind ein paar andere Freunde/Cousins von ihm aufgetaucht. (Ich weiß, eine Schande, dass ich immer noch nicht alle beim Namen nennen kann aber einerseits hat sich fast nie jemand je bei mir vorgestellt und andererseits haben da alle so seltsame Spitznamen). Insgesamt waren wir sechs, noch schnell zwei Reifen von Nachbarn ausgeborgt, dann ein Taxi und nach San Jose, sind ca 10 Minuten in Richtung Puyo. Schlussendlich waren wir im Besitz von fünf Reifen, ja die Mathematik stimmt da nicht ganz, oder? Nach ein paar Diskussionen, manchmal habe ich das Gefühl den Leuten hier ist ich bewusst, dass ich sehr wohl Spanisch spreche, sagte man mir ich sollte mir mit Fifi (ist ein Spitzname, ich bin mir zu 100% sicher, dass ich ihn falsch geschrieben habe) einen Reifen teilen. Da diese relativ groß , und wir beide nicht allzu breit sind, ging es einigermaßen.
Wie fahrt man mit so einem Ding? Wenn man zu zweit ist ist das einfachste sich mit dem Bauch draufzulegen, nicht die bequemste Option aber einigermaßen stabil. Allein kann man sich auch einfach hineinsetzen. Ich denke es war eine gute Idee nicht alleine zu fahren, das erste Mal zumindest. Es ging ruhig los, den Fluss entlang, von der Strömung treiben lassen. Manchmal schneller, manchmal langsamer. Irgendwann kam dann die erste schnellere Stelle mit Steinen, Wellen und starker Strömung. Es ist verdammt lustig mit so einem Reifen zu fahren, die perfekte Mischung aus ruhig den Fluss entlang gleiten, Sonne, Wasser, Landschaft genießen und Tiere beobachten und hin und wieder Schnellstellen die dich durchschütteln und hin und her werfen.
Tja und dann passierte das, was mir bei solchen Sachen immer passiert. Eine Schnellstelle, Fifi meinte noch ca zehn Mal "halt dich gut fest", tat ich auch so gut es ging aber dann war da ein Stein, wir stürzten plötzlich ein/zwei Meter tiefer, eine Welle und ich war weg. Im ersten Moment war es nicht schlimm, ja ich war im Wasser aber die schlimmste Stelle war hinter uns. Zwar gab es noch eine sehr starke Strömung aber ich musste ja nur über Wasser bleiben, oder? Und dann die Steine. Es waren keine hohen Wellen mehr zu sehen, Steine unter Wasser gab es aber sehr wohl noch. Das wurde mir unsanft klar gemacht als ich durch die Strömung mit relativ großer Wucht gegen einer dieser Steine geschleudert wurde. Damit war der Spaß vorbei und irgendwo in mir regte sich Panik. Vor mir rief Fifi mir immer noch zu ich solle schnell herkommen und seine Hand nehmen. Dieses Bild von einem schwarzen Reifen, von der Strömung hin und her schwankend, mit einem Jungen in grünen T-Shirt der mir die Hand entgegenstreckt und dessen Gesicht eine Mischung aus Belustigung und Panik wiederspiegelt, werde ich nie mehr los. Es war im Endeffekt vielleicht eine Minute, wenn überhaupt, aber ich habe keine Ahnung wie ich nicht total in Panik verfallen bin. Auch wenn ich Rückblickend nie in ernster Gefahr war (die Steine trafen höchstens meine Beine), der starken Strömung dieses Flusses ausgeliefert zu sein und nichts anderes tun zu können als den Kopf über Wasser zu halten war ein relativer Albtraum. Dann plötzlich war dass Wasser wieder ruhig, ich erreichte den Reifen und wäre am liebsten eine Stunde lang nur ruhig da gelegen.
Tja und dann passierte das, was mir bei solchen Sachen immer passiert. Eine Schnellstelle, Fifi meinte noch ca zehn Mal "halt dich gut fest", tat ich auch so gut es ging aber dann war da ein Stein, wir stürzten plötzlich ein/zwei Meter tiefer, eine Welle und ich war weg. Im ersten Moment war es nicht schlimm, ja ich war im Wasser aber die schlimmste Stelle war hinter uns. Zwar gab es noch eine sehr starke Strömung aber ich musste ja nur über Wasser bleiben, oder? Und dann die Steine. Es waren keine hohen Wellen mehr zu sehen, Steine unter Wasser gab es aber sehr wohl noch. Das wurde mir unsanft klar gemacht als ich durch die Strömung mit relativ großer Wucht gegen einer dieser Steine geschleudert wurde. Damit war der Spaß vorbei und irgendwo in mir regte sich Panik. Vor mir rief Fifi mir immer noch zu ich solle schnell herkommen und seine Hand nehmen. Dieses Bild von einem schwarzen Reifen, von der Strömung hin und her schwankend, mit einem Jungen in grünen T-Shirt der mir die Hand entgegenstreckt und dessen Gesicht eine Mischung aus Belustigung und Panik wiederspiegelt, werde ich nie mehr los. Es war im Endeffekt vielleicht eine Minute, wenn überhaupt, aber ich habe keine Ahnung wie ich nicht total in Panik verfallen bin. Auch wenn ich Rückblickend nie in ernster Gefahr war (die Steine trafen höchstens meine Beine), der starken Strömung dieses Flusses ausgeliefert zu sein und nichts anderes tun zu können als den Kopf über Wasser zu halten war ein relativer Albtraum. Dann plötzlich war dass Wasser wieder ruhig, ich erreichte den Reifen und wäre am liebsten eine Stunde lang nur ruhig da gelegen.
Nix da, weiter ging es. Die ersten paar Minuten noch etwas ängstlich wurde es aber immer besser, ich schaffte es einigermaßen mich am Reifen festzuhalten, die ruhigen Stellen sind sowieso nichts anderes als entspannend und vor allem erfrischend (hallo, Fluss bei 30°...) die schnelleren sind wirklich super solang man keine Angst hat. Außerdem waren die Jungs wirklich lustig, ca alle zehn Minuten rief mir irgendwer "Martina, vas a morir" zu, ein Runninggag den ich wohl nie mehr los werde ;). Das "sich gegenseitig vom Reifen stoßen" oder "von anderen Mitziehen lassen" kann auch super lustig sein. Irgendwann machten wir einen kleinen Zwischenstopp bei einem großen Felsen mit alten Einkerbungen von denen keiner wusste, was sie bedeuten sollten. Außerdem habe ich jede Menge Vögel und andere Tiere gesehen, das Bergpanorama und den Dschungel im Vordergrund betrachtet. Es war eine erstaunlich lange Fahrt, ich hätte ja gedacht, dass wir innerhalb von einer halben Stunde in Arosemena wären, aber schlussendlich waren es locker 1 1/2 - 2 Stunden.
Endresultat? Es war verdammt lustig, das nächste mal hätte ich aber gerne einen eigenen Reifen. Mehr Platz, weniger Gefahr zu fallen (?). Und mein Oberschenkel tut verdammt weh, man sieht zwar nichts aber ich spüre es jedes mal wenn ich meinen Fuß auf den Boden setze.
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