Montag, 28. September 2015

Alltägliche Kleinigkeiten #2



Montage machen mich müde. Am liebsten würde ich den ganzen Nachmittag verschlafen, dazu tragen die Hitze, das Essen und der von kleinen 5 & 6 Jährigen bestimmte Vormittag bei. Es ist nicht so dass ich ständig schreie, man muss nur einfach verdammt viel erklären, immer und immer wieder, und das meist auch noch mit einer gewissen Lautstärke. Endresultat, ich werde langsam heißer.
Also damit ich nicht den ganzen Tag lesend auf der Couch verbringe (ich arbeite mich gerade durch die verhältnismäßig wenigen deutschen E-Books durch die ich irgendwie besitze) habe ich wieder einmal ein paar Fun-Facts über Ecuador aufgeschrieben.

  •  Alles wird geteilt, also zumindest wenn man von Freunden oder Familie umgeben ist. Eine Packung Chips, ein Cola oder etwas zu Essen kaufen und alleine konsumieren? Ein Ding der Unmöglichkeit. Die einzige Ausnahme ist wohl Eis, das kann man ja schlecht teilen. Ich mag diese Einstellung eigentlich, finde es immer ganz lustig dass der Käufer selbst, wenn er Glück hat, gerade einmal die Hälfte abbekommt. Man muss aber auch sagen, dass alles immer allen angeboten wird, es greift nicht jeder einfach zu, meistens. Aber im Endeffekt ist es egal, das nächste Mal zahlt wer anderes und es wird wieder geteilt.
  • Bei uns bekommt die Katze immer Suppe. Ehrlich kann ich nicht sagen ob das eine familieninternes Ding ist, denke auch nicht das Ecuador das einzige Land ist in dem man das beobachten kann, finde es nur einfach immer sehr amüsant. Da werden älterer Fleischreste mit Reis, Nudeln, und all dem anderen übrig gebliebenen Zeug aufgekocht und die Katze hat ihr Essen. Aber keine Sorge, hin und wieder gibt ‘s auch normales Katzenfutter.
  • Internetcafés gibt’s hier an jeder Ecke. Und immer sitzen Leute darin. Mir wurde erklärt, das Internet hier verdammt teuer ist darum haben es nichts so viele Leute zu Hause. Dazu muss man auch sagen dass im Netz surfen in diesen Cafés praktisch nichts kostet.
  • Hier kann man 3 Liter Pepsi um 2 Dollar kaufen. Ich stell das einfach einmal in den Raum.
  • Autostoppen ist hier nicht einfach nur möglich und funktioniert gut, es tut auch jeder. Ein Beispiel sind die beiden Lehrer mit denen ich donnerstags immer zur Schule fahre, wenn jemand neben der Straße steht, oder den Schotterweg auf dem wir zur Schule fahren entlanggeht, wird er mitgenommen. Ich habe selbst auch schon einmal ein Auto angehalten nachdem ich Freitags einmal früher nach Hause gegangen bin. War absolut kein Problem, nur ist natürlich zwei Minuten nachdem ich eingestiegen bin ein Reifen geplatzt. Scheint als bringe ich Glück…
  • Ich würde gerne sagen ich habe ein eigenes Zimmer, stimmt aber leider nicht. Außer mir leben hier noch etliche kleine Tierchen wie Nachtfalter, ein paar Spinnen und Käfer die ich regelmäßig zertrete und eine Fledermaus, glaube ich zumindest. Anfangs habe ich manchmal den Fehler begangen abends bei Licht in meinem Zimmer das Fenster aufzumachen. Innerhalb weniger Minuten kreiste immer ein Schwarm aus allen möglichen Kleingetiers um meine Lampe. Zu allem Überfluss waren dass nicht nur Nachtfalter (die hier manchmal fast dreimal so groß sind wie bei uns) sondern auch Mücken und andere Parasiten die sich einen Spaß daraus machten mir die Beine zu zerstechen. Generell ziehe ich diese Tiere hier wohl magisch an, meine Unterschenkel sind von kleinen roten Punkten übersäht.

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