Dienstag, 19. Januar 2016

Reisen mit Mama #6 - Arosemena Tola

Wieder ein Nachtbusfahr, diesemal von Cuenca nach Tena., oder eher, Arosemena. Natürlich gibt es da keine Direktbusse, wir musste von Cuenca nach Ambato (ca 7h) und dann weiter nach Tena, über Banos und Puyo (3h). Um 11:15 ging es los, schlafen ist für mich in Busen immer noch ein Ding der Unmöglichkeit, um 9 Uhr kamen wir an.
Natürlich regnete es und als wir ankamen war niemand im Haus (außer Andrés der wieder einmal bis 12 geschlafen hat). So machten wir es uns gemütlich, ich gab Mama eine kleine Hausführung, und dann entdeckte ich ein Paket in meinem Zimmer. Ja, mir hat tatsächlich noch jemand ein Paket geschickt. Dieses Mal mein Papa, Weihnachtsgeschenk. Ich habe es geöffnet und im selben Moment dem Himmel dafür gedankt eine Familie zu haben die mich kennt und versteht. Ich bin jetzt im Besitz einer kleinen Espressomaschine, eine der Art die man zum campen mitnehmen kann. Dazu ungefähr ein halber Kilo wirklich guter Kaffee. Und dann hat mein Papa es sich nicht nehmen lassen mir den neuesten Asterix zu schicken. Bei diesem Anblick habe ich einfach einen Lachanfall bekommen, kaum zu glauben, dass ich diese Heftln ( ich finde sie immer noch genial) nach all den Jahren immer noch sammele.
So gönnten ich und Mama uns einen Espresso, packten ein bisschen aus/um, quatschten mit ein paar Leuten in Österreich und dann kam die Sonne raus.
Ich spielte Stadt oder eher Dorfführer und wir besichtigten kurz die Schule, gingen dann runter zum Fluss wo wir gleich von ein paar Schülern, die mich aus den Klassenzimmern heraus beobachtet hatten, eingeholt wurden. Sie liefen vorran, waren super lieb, bauten meiner Mama eine Brücke durch das Unterholz und spielten schlussendlich noch ein bisschen mit der Kamera. Wieder oben deckten sie uns noch mit allerlei Früchten ein und irrendwann verabschiedeten wir uns dann.
Am Nachmittag ging es kurz nach Tena, wir klärten alles für die Tour am nächsten Tag, waren Maito de Tilapia essen und Michelata trinken. Mama konnte ich von letzterem nicht überzeugen, ich liebe es immer noch. Am Abend trafen wir dann endlich Edwin und Sonnia, die den ganzen Tag unterwegs waren und meine Mama wurde gleich der Familie vorgestellt. Oder dem Teil der gerade da war. Ich finde es ja immer noch beeindruckend wie gut meine Mutter nach all den Jahren noch Spanisch spricht oder eher versteht. Zugegebenermaßen nicht so viel, aber dafür dass sie seit 20 Jahren nichts dafür gemacht hat...
Ich und meine Schüler

Maito de Tilapia

Donnerstags ging es in aller früh nach Tena, um 9 Uhr machten wir uns von der Agentur auf zu dem Wasserfall Pimpilala. Übersetzt heißt Schmetterling, in der Gegend scheint es viele davon zu geben. Bevor wir ankamen machten wir noch einen Abstecher zu einer Art botanischem Garten, von einer älteren Dame betrieben deren Hobby es ist durch das ganze Land zu reisen und Pflanzen zusammenzutragen. Vor allem die Orchideen waren wunderschön.
Bei der Wasserfalltour geht man nicht einfach eine Weg an einem Fluss entlang sondern klettert über die Wasserfälle einen Hügel hinauf. Es war wirklich lustig, unser Guide stellte sehr schnell fest dass bei uns meine Mama die Kletterin ist und meinte ganz beeindruckt, dass hier die meisten Leute in ihrem Alter nicht so fit und aktiv sind. Mir war der Weg teilweise etwas unheimlich, rutschige Steine, Baumstämme die als Treppen dienen und dazu viel geklettere. Aber auch wenn ich mich nicht immer geschickt anstelle, ein bisschen klettern kann ich auch. Außerdem war es unglaublich erfrischend sich hin und wieder unter die verschiedenen Wasserfälle zu stellen.
Irgendwann kamen wir dann zu einem etwas größeren Exemplar bei dem ich promt nicht mehr in der Lage war ohne Hilfe weiterzugehen. Aber dazu hatten wir ja Klettergurte mit. Oben angekommen badeten wir noch in einer Mini Lagune und dann ging es, über einen Landweg, zurück.




Wieder ein Gesicht ;)

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