Die
Busfahrt nach Cuenca war, einfach gesagt, ziemlich ermüdend. Am Abend
ging es von Puerto López nach Guayaquil, im Bus wäre ich beinahe
erfroren, dann weiter nach Cuenca. Dort kamen wir um kurz vor 6 Uhr früh
an, machten uns auf die Suche nach einem Hostel. Wenn man an einem
solche belebten und touristischen Ort die Möglichkeit hat menschenleere
Straßen zu sehen, dann ist man wirklich zu früh unterwegs.
Nach
Frühstück in einem Lokal, dass von US Amerikanischen Rentnern geflutet
wurde, aber super Crepes hatte, machten wir uns auf die Stadt zu
erkunden. Erst ging es in ein Museum über die verschiedenen Indiogenen
Kulturen in Ecuador. Dann ein Spaziergang durch die Altstadt und zu den
wichtigen Plätzen. Cuenca ist die wohl sauberste und ordentlichste Stadt
in Ecuador. Wo sonst immer halbfertige Häuser und Kabelsalate den Blick
zerstören sieht man hier nur ordentliche Straßen, schöne Plätze und
alte Kolonialhäuser. Mir hat das Stadtbild super gefallen, nicht so
riesig wie Quito, wo man Stunden vom einen zum anderen Ende braucht,
aber groß genug und noch dazu wunderschön.
Danach
ging es zu einem weiteren Museum, in dem es Austellungen über Geld,
Kunst und Ecuador im allgemeinen gab, außerdem konnte man hier einen
alte Inka Ruine betrachten, auch wenn es eher ein paar
aufeinandergeschichtet Steine als mächtige Bauen waren. Wir spazierten
den Fluss entlang, betrachteten die Stadt noch ein bisschen länger und
gönnten uns dann mir zu liebe einen Burger. Irgendwann, so um 5 herum
merkten wir aber nach einer kaum durchschlafenen Nacht, dass einen
ganzen Tag durch die Stadt laufen anstrengend ist und es ging zurück ins
Hostel.
| wurde gerade ein religiöses Fest gefeiert |
| Altstadt |
Tag
2 in Cuenca wollten wir zu einigen Samstagsmärkten in der Umgebung
schauen, darum ging es zuerst in das eine Stunde entfernte Dorf
Gualaceo. Nur dass mein Reiseführer komplett daneben lag und kein Markt
existierte. Dass mussten wir feststellen nachdem alles was wir fanden
zwei riesige Essensmärkte waren. Aber nach einer Pause am Fluss, ein
wenig im Wasser plantschen und Essen am Markt macht dass auch nicht mehr
viel aus. Außerdem trafen wir dann überraschend am Markt eine ältere
Dame die uns erklärte sie würde es lieben Leute aus anderen Ländern
kennenzulernen und uns bereitwillig zu ein paar Handarbeitgeschäften
brachte und uns schlussendlich zum 10 Minuten entfernten Nachtbarsort
lozte wo man wirklich jede Menge Krims Krams kaufen kann. Außerdem war
es fast noch schöner und sauberer als Cuenca, wenn auch sehr klein.
Einmal ein entspannenderer Tag.
| Das ist ein richtiger "Food-Market" |
Am
dritten Tag ging es nach Ingapirca, der einzigen wirklich großen Inka
Ruine in Ecuador. Laut Mama wäre das in Peru zwar nichts weiter als ein
kleiner Steinhaufen am Straßenrand aber gottseidank hab ich da zumindest
keinen Vergleich. Nachdem wir den wie immer viel höheren
Touristeneintrittspreis gezahlt hatten ging es auf Steinhaufen
betrachten. Unsere Guide war wirklich toll und eigentlich ist die Ruine
ja nicht unspäktakulär. Ein gibt ein relativ gut erhaltenes Gebäude,
einen alten Sonnentempel, an dem man die Inkaarbeit noch gut erkennen
kann. Außerdem war es interessant zu erfahren, dass die umliegenden
Bauern die Ruine bis vor kurzem als Aussichtspunkt für die nähere
Umgebung benutzt haben.
Nach
der Führung gingen wir einen kleinen in der Nähe angelegten Weg entlang
der unter anderem an einer Felskonstelation vorbeiführt die wie ein
Gesicht aussieht "La Cara del Inka" und weil man in meiner Familie ja
nicht einfach nur Steine betrachten kann, hatschten wir noch einige Zeit
durch die nähere Umgebung. Hügelauf und abwärts, durch Felder, an
Bächen entlang und am Ende auf Schotterstraßen. Von den Einheimischen
brachte uns dass einige belustigte Blicke ein, ich glaube das Konzept
von wandern ist den Leuten hier eher unbekannt.
Nachdem
wir zurück und unfähig waren im Dorf etwas zu Essen zu finden, und ein
Bus gerade am wegfahren war, machten wir uns auf die Rückweg nach Cuenca
wo wir halb verhungert ankamen und überglücklich in ein kleines Lokal
Merianda essen gingen.
| der Sonnentempel |
| La Cara del Inka |
Der
letzte Tag in Cuenca fing mit einem gigantischen Frühstück am Markt an.
Ich wollte, dass Mama Mote (eine Art große gekochte Maiskörner)
probiert also haben wir zwei Motte Pillos (Mote mit Ei) bestellt, eines
hätte locker gereicht. Es endete damit dass wir den Rest einpackten und
mitnahmen. Dazu gab es Morocho, ein süßes Milchartiges, mit Gewürzen und
ein bisschen Reis versehenes, Getränk.
Dann
ging es zum Nationalpark Cajas, eine gute Stunde mit dem Bus entfernt.
Die Berge in dem Park erinnern an die Alpen, viele schroffe aber
bewachsene Hügel, eine Moorartige Landschaft, feucht und kalt, mit
vielen Lagunen und jede Menge Wasser. Man kommt mit dem Bus zu einer
Lagune die einen der viele Eingänge in den Park darstellt. Von dort aus
können mehrere Routen begangen werden, wir beschlossen den nächsten der
umliegenden Hügel zu besteigen, war immerhin 4260m hoch (die Lagune war
auf ca 3800m). Der Weg war mit 3h 50 angeschrieben, aber zuerst
brauchten wir einmal eine gute halbe Stunde um den Anfang zu finden. Wir
irrten eine Weile, begleitet von einer Gruppe aus Uruguay, einer
Argentinierein und einer Italienerin, durch die Gegend, schlugen uns
durch Unterholz und landeten irgendwann auf einer Straße und zu
guterletzt auf dem Weg. Von dort aus brauchten wir eine knappe Stunde
auf die Spitze, auch wenn ich gestehen muss die Höhe hier etwas gespürt
zu haben, dann groß Pause gemacht, Obst vom Mark gegessen und noch eine
Stunde hinunter. Alles in allem war es eine drei Stunden runde (mit
verlaufen) ich frage mich wirklich wer hier die ganze Zeit benötigen
würde.
Zurück
nach Cuenca ging es mit einem Bus der von Guayaquil kam, während der
Fahrt unterhielten wir uns lange mit einem Brasilianer der zuvor in
Bolivien und Peru unterwegs gewesen war und mir nach dem aussteigen
anbot, sollte ich je nach Brasilien kommen, könnte ich jederzeit bei ihm
oder Freunden unterkommen. Außerdem kannte er Österreich, war
anscheinend ziemlich lang in Europa, Italien, Frankreich und Russland.
Nur Graz sagte ihm natürlich nix.
Zurück
in Cuenca war zuerst Abendessen angesagt und dann mirzuliebe ein
Ausflug in "Cafe Austria" auf einen Espresso und Apfelstrudel mit
Vanilleeis. Das Eis war vergessenswert aber sowohl der Kaffee als auch
der Strudel wirklich verdammt gut gemacht. Im Hostel durften wir noch
duschen (obwohl wir schon ausgechekt hatten) und Sachen umpacken,
außerdem wurden uns Popcorn und Kekse geschenkt, dann ging es zum
Busbahnhof und auf nach Arosemena.
| Da oben waren wir |
| super leckere Frucht |
| Apfelstrudel !!! |
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