Montag, 18. Januar 2016

Reisen mit Mama #5 - Cuenca


Die Busfahrt nach Cuenca war, einfach gesagt, ziemlich ermüdend. Am Abend ging es von Puerto López nach Guayaquil, im Bus wäre ich beinahe erfroren, dann weiter nach Cuenca. Dort kamen wir um kurz vor 6 Uhr früh an, machten uns auf die Suche nach einem Hostel. Wenn man an einem solche belebten und touristischen Ort die Möglichkeit hat menschenleere Straßen zu sehen, dann ist man wirklich zu früh unterwegs.
Nach Frühstück in einem Lokal, dass von US Amerikanischen Rentnern geflutet wurde, aber super Crepes hatte, machten wir uns auf die Stadt zu erkunden. Erst ging es in ein Museum über die verschiedenen Indiogenen Kulturen in Ecuador. Dann ein Spaziergang durch die Altstadt und zu den wichtigen Plätzen. Cuenca ist die wohl sauberste und ordentlichste Stadt in Ecuador. Wo sonst immer halbfertige Häuser und Kabelsalate den Blick zerstören sieht man hier nur ordentliche Straßen, schöne Plätze und alte Kolonialhäuser. Mir hat das Stadtbild super gefallen, nicht so riesig wie Quito, wo man Stunden vom einen zum anderen Ende braucht, aber groß genug und noch dazu wunderschön.
Danach ging es zu einem weiteren Museum, in dem es Austellungen über Geld, Kunst und Ecuador im allgemeinen gab, außerdem konnte man hier einen alte Inka Ruine betrachten, auch wenn es eher ein paar aufeinandergeschichtet Steine als mächtige Bauen waren. Wir spazierten den Fluss entlang, betrachteten die Stadt noch ein bisschen länger und gönnten uns dann mir zu liebe einen Burger. Irgendwann, so um 5 herum merkten wir aber nach einer kaum durchschlafenen Nacht, dass einen ganzen Tag durch die Stadt laufen anstrengend ist und es ging zurück ins Hostel.

wurde gerade ein religiöses Fest gefeiert
Altstadt

Tag 2 in Cuenca wollten wir zu einigen Samstagsmärkten in der Umgebung schauen, darum ging es zuerst in das eine Stunde entfernte Dorf Gualaceo. Nur dass mein Reiseführer komplett daneben lag und kein Markt existierte. Dass mussten wir feststellen nachdem alles was wir fanden zwei riesige Essensmärkte waren. Aber nach einer Pause am Fluss, ein wenig im Wasser plantschen und Essen am Markt macht dass auch nicht mehr viel aus. Außerdem trafen wir dann überraschend am Markt eine ältere Dame die uns erklärte sie würde es lieben Leute aus anderen Ländern kennenzulernen und uns bereitwillig zu ein paar Handarbeitgeschäften brachte und uns schlussendlich zum 10 Minuten entfernten Nachtbarsort lozte wo man wirklich jede Menge Krims Krams kaufen kann. Außerdem war es fast noch schöner und sauberer als Cuenca, wenn auch sehr klein.
Einmal ein entspannenderer Tag.
Das ist ein richtiger "Food-Market"

Am dritten Tag ging es nach Ingapirca, der einzigen wirklich großen Inka Ruine in Ecuador. Laut Mama wäre das in Peru zwar nichts weiter als ein kleiner Steinhaufen am Straßenrand aber gottseidank hab ich da zumindest keinen Vergleich. Nachdem wir den wie immer viel höheren Touristeneintrittspreis gezahlt hatten ging es auf Steinhaufen betrachten. Unsere Guide war wirklich toll und eigentlich ist die Ruine ja nicht unspäktakulär. Ein gibt ein relativ gut erhaltenes Gebäude, einen alten Sonnentempel, an dem man die Inkaarbeit noch gut erkennen kann. Außerdem war es interessant zu erfahren, dass die umliegenden Bauern die Ruine bis vor kurzem als Aussichtspunkt für die nähere Umgebung benutzt haben.
Nach der Führung gingen wir einen kleinen in der Nähe angelegten Weg entlang der unter anderem an einer Felskonstelation vorbeiführt die wie ein Gesicht aussieht "La Cara del Inka" und weil man in meiner Familie ja nicht einfach nur Steine betrachten kann, hatschten wir noch einige Zeit durch die nähere Umgebung. Hügelauf und abwärts, durch Felder, an Bächen entlang und am Ende auf Schotterstraßen. Von den Einheimischen brachte uns dass einige belustigte Blicke ein, ich glaube das Konzept von wandern ist den Leuten hier eher unbekannt.
Nachdem wir zurück und unfähig waren im Dorf etwas zu Essen zu finden, und ein Bus gerade am wegfahren war, machten wir uns auf die Rückweg nach Cuenca wo wir halb verhungert ankamen und überglücklich in ein kleines Lokal Merianda essen gingen.


der Sonnentempel

La Cara del Inka

Der letzte Tag in Cuenca fing mit einem gigantischen Frühstück am Markt an. Ich wollte, dass Mama Mote (eine Art große gekochte Maiskörner) probiert also haben wir zwei Motte Pillos (Mote mit Ei) bestellt, eines hätte locker gereicht. Es endete damit dass wir den Rest einpackten und mitnahmen. Dazu gab es Morocho, ein süßes Milchartiges, mit Gewürzen und ein bisschen Reis versehenes, Getränk. 
Dann ging es zum Nationalpark Cajas, eine gute Stunde mit dem Bus entfernt. Die Berge in dem Park erinnern an die Alpen, viele schroffe aber bewachsene Hügel, eine Moorartige Landschaft, feucht und kalt, mit vielen Lagunen und jede Menge Wasser. Man kommt mit dem Bus zu einer Lagune die einen der viele Eingänge in den Park darstellt. Von dort aus können mehrere Routen begangen werden, wir beschlossen den nächsten der umliegenden Hügel zu besteigen, war immerhin 4260m hoch (die Lagune war auf ca 3800m). Der Weg war mit 3h 50 angeschrieben, aber zuerst brauchten wir einmal eine gute halbe Stunde um den Anfang zu finden. Wir irrten eine Weile, begleitet von einer Gruppe aus Uruguay, einer Argentinierein und einer Italienerin, durch die Gegend, schlugen uns durch Unterholz und landeten irgendwann auf einer Straße und zu guterletzt auf dem Weg. Von dort aus brauchten wir eine knappe Stunde auf die Spitze, auch wenn ich gestehen muss die Höhe hier etwas gespürt zu haben, dann groß Pause gemacht, Obst vom Mark gegessen und noch eine Stunde hinunter. Alles in allem war es eine drei Stunden runde (mit verlaufen) ich frage mich wirklich wer hier die ganze Zeit benötigen würde.
Zurück nach Cuenca ging es mit einem Bus der von Guayaquil kam, während der Fahrt unterhielten wir uns lange mit einem Brasilianer der zuvor in Bolivien und Peru unterwegs gewesen war und mir nach dem aussteigen anbot, sollte ich je nach Brasilien kommen, könnte ich jederzeit bei ihm oder Freunden unterkommen. Außerdem kannte er Österreich, war anscheinend ziemlich lang in Europa, Italien, Frankreich und Russland. Nur Graz sagte ihm natürlich nix.
Zurück in Cuenca war zuerst Abendessen angesagt und dann mirzuliebe ein Ausflug in "Cafe Austria" auf einen Espresso und Apfelstrudel mit Vanilleeis. Das Eis war vergessenswert aber sowohl der Kaffee als auch der Strudel wirklich verdammt gut gemacht. Im Hostel durften wir noch duschen (obwohl wir schon ausgechekt hatten) und Sachen umpacken, außerdem wurden uns Popcorn und Kekse geschenkt, dann ging es zum Busbahnhof und auf nach Arosemena.
Da oben waren wir


super leckere Frucht

Apfelstrudel !!!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen