Momentan kann ich eigentlich nur an eine
Geschichte denken, die mir eine Freundin nach einem Auslandsjahr in Argentinien
erzählt hat. Sobald es regnete, und seien es nur ein paar Tropfen, war ihre
Schule leer. Jeder blieb zu Hause, teilweise sogar Lehrer. Ich weiß nicht ob
das in Ecuador auch der Fall ist. Wie auch? Ich sitze in meinem Zimmer und
nicht in der Schule.
Fairerweise muss man sagen, dass Regen in Ecuador
nie einfach aus ein paar Tröpfchen besteht. Wann dann richtig, es schüttet.
Zwei Minuten unter freiem Himmel und ich wäre durchnässt. Eigentlich habe ich
mich auf die Schule gefreut, ich mag Chucapi (hoffen wir man schreibt es so)
und nur zu Hause zu sein ist langweilig, vor allem bei solchem Wetter. Leider
ist meine Mitfahrgelegenheit in diese Schule ein Vater einer der Schüler, mit
seinem Motorrad. Selbst wenn er auftauchen würde, was ich dank meines mittlerweile
einigermaßen vorhandenen Verständnis für die Menschen hier und ihre Einstellungen
nicht recht glauben kann, wäre ich nach der zwanzig-Minuten-Fahrt durchnässt
und halb erfroren. Trüge nicht gerade zu meiner wackeligen Gesundheit bei und
unterrichten wäre auch eher mühsam.
So mache ich mir, auf den Ausdrücklichen Rat von
Edwin hin, das Leben einfach.
Unser Dialog zu dem Thema (so ungefähr):
"Que
voy a hacer? Hay demasiado llueve..."
"Ir
a cama, dormir mas."
"ok..."
"Cuando
vas a ir, vas a ser mojada"
Mal schauen wer sich die Mühe macht, das zu
übersetzten.
Jedenfalls werde ich jetzt erst einmal ein
bisschen Podcast hören, wenn ich schon einmal Zeit habe. Ne Stunde im Bett
liegen und die Decke anstarren. Danach ist es dann 9... ich hasse Tage an denen
man nix tun kann.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen