Donnerstag, 15. Oktober 2015

Es regnet

Momentan kann ich eigentlich nur an eine Geschichte denken, die mir eine Freundin nach einem Auslandsjahr in Argentinien erzählt hat. Sobald es regnete, und seien es nur ein paar Tropfen, war ihre Schule leer. Jeder blieb zu Hause, teilweise sogar Lehrer. Ich weiß nicht ob das in Ecuador auch der Fall ist. Wie auch? Ich sitze in meinem Zimmer und nicht in der Schule.
Fairerweise muss man sagen, dass Regen in Ecuador nie einfach aus ein paar Tröpfchen besteht. Wann dann richtig, es schüttet. Zwei Minuten unter freiem Himmel und ich wäre durchnässt. Eigentlich habe ich mich auf die Schule gefreut, ich mag Chucapi (hoffen wir man schreibt es so) und nur zu Hause zu sein ist langweilig, vor allem bei solchem Wetter. Leider ist meine Mitfahrgelegenheit in diese Schule ein Vater einer der Schüler, mit seinem Motorrad. Selbst wenn er auftauchen würde, was ich dank meines mittlerweile einigermaßen vorhandenen Verständnis für die Menschen hier und ihre Einstellungen nicht recht glauben kann, wäre ich nach der zwanzig-Minuten-Fahrt durchnässt und halb erfroren. Trüge nicht gerade zu meiner wackeligen Gesundheit bei und unterrichten wäre auch eher mühsam.
So mache ich mir, auf den Ausdrücklichen Rat von Edwin hin, das Leben einfach.
Unser Dialog zu dem Thema (so ungefähr):

"Que voy a hacer? Hay demasiado llueve..."
"Ir a cama, dormir mas."
"ok..."
"Cuando vas a ir, vas a ser mojada"

Mal schauen wer sich die Mühe macht, das zu übersetzten.
Jedenfalls werde ich jetzt erst einmal ein bisschen Podcast hören, wenn ich schon einmal Zeit habe. Ne Stunde im Bett liegen und die Decke anstarren. Danach ist es dann 9... ich hasse Tage an denen man nix tun kann.

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