Donnerstag, 23. Juli 2015

Tag 4-6 Highlights

Also Reisejournalist sollte ich wohl nicht werden. Mit täglichen updates hab ich es nicht so. Darum kommt jetzt meine gekürzte Zusammenfassung von Berlin. Ganz einfach, als Highlight-Liste.

Dinge, die man in Berlin tun sollte:

  • Brunchen. Frühstücken kann man hier fast überall, und zwar immer bis mindestens 16 Uhr. Wir waren in der Zitrone, in Kreuzberg. Ein Traum von einem Buffet, jede Menge Pikantes, je später es wurde desto mehr Warmes kam dazu. Ich liebe Frühstücken und scheine hier zumindest nicht die einzige zu sein.
  • Second-Hand Läden. An jeder Ecke, mit einer Auswahl die klassisch über Mode und Schuhe bis hin zu Büchern, Geschirr und jeder Menge eigentlich unnötigem aber unfassbar genialem Zeug reicht. Ich habe hauptsächlich Bücher gekauft, aber darüber kommt noch ein extra Post. Jedenfalls kann ich aus dem Stehgreif mindestens ein Duzend Leute aufzählen die beim Anblick dieser Läden ausgeflippt währen.
  • Rad fahren. Ja, Berlin ist eine Stadt in deren Straßenbild das Fahrrad gar nicht so selten ist. Auch wenn man teilweise ganz schöne Strecken zurücklegt, es ist einfach unglaublich angenehm. Die Stadt besitzt keine Hügel, alles ist eben. Der Verkehr ist ertragbar und im Notfall kann man Räder immer mit in die U oder S-Bahn mitnehmen. Und damit gleich zum nächsten Punkt,
  • U/ S-Bahn. Nie wieder will ich in einer Stadt wohnen, in der es ausschließlich Busse oder Straßenbahnen gibt. So mühsam, so umständlich, so langsam und so heiß im Sommer. Die Ringbahn ist eine der besten Ideen die Berlin je hatte.
  • Parks. Berlin ist grün, das merkt man vor allem wenn man es von oben sieht. Ich kenne keine Großstadt die so viele Parks oder Grünflächen besitzt. Überall sind Bäume und Alleen, jeder noch so kleine Kiez scheint seinen Park zu haben. Und dann ist da natürlich das Tempelhofer Feld, einer der wahrscheinlich besten Orte in der Stadt. Das muss man gesehen haben.
  • Tourist spielen. Gehört doch irgendwie dazu, oder? Eine Bootsfahrt auf der Spree, zum Bundestag oder auf den Fernsehturm. Ein paar der etlichen Kirchen anschauen, oder ins Museum geben. Nicht die ganze Zeit, das ist mühsam. Aber ein paar Sehenswürdigkeiten? Wieso nicht?
  • Essen. Mag ja sein, dass ich viel zu viel über Essen nachdenke, aber auch dafür habe ich den perfekten Ort gefunden. In dieser Stadt kann man eine kulinarische Weltreise machen. Von Vietnamesisch, über Japanisch, Türkisch, Italienisch bis hin zu all den Veganen oder superbio-Läden. 
  • East-Side Gallery. Das längste erhaltene Stück Mauer, 1,3 Kilometer die mit den verschiedensten Kunstwerken bemalt sind. Noch schöner wäre es, wenn man die Allgemeinheit davon abhalten könnte jeden freien Zentimeter vollzuschmieren. Ein Bild wirkt nun mal nicht mehr ganz so toll wenn es mit Graffiti übermalt wurde.



Weitere Dinge die mir aufgefallen sind:
  • Also sooo viele Döner Läden gibt es jetzt in Berlin auch nicht.
  • Ab ca. 4 Uhr nachmittags scheinen die meisten Leute (zumindest die Studenten) mit Bier herumzurennen. Nein, wirklich, ich hab das Gefühl die hören nie auf zu trinken.
  • Es gibt auch andere, speziellere, Gerüche die man ständig wahrnimmt.
  • Es gibt duzende „Gemeinschaftsgärten“, jedenfalls würde ich es so nennen. In allen möglichen Höfen oder auch am Tempelhofer Feld, überall stehen Hochbeete.
  • Berlin ist eine Stadt in der man ohne ein Wort Deutsch auskommen würde. Vieles ist in English, fast jeder kann es und durch die tausenden Touristen bzw. Auslandsstudenten fällt man nicht einmal auf, wenn man kein Deutsch spricht.
  • Du bist allen Leuten egal. Berlin ist riesig, sowohl was die Fläche als auch die Einwohner angeht. Egal was du machst, wie dämlich du dich auch anstellst, niemand (außer vielleicht ein paar Touristen) wird auch nur mit der Wimper zucken. 

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