Freitag, 27. Mai 2016

Quilotoa Loop - Von Isilnivi nach Sigos

Der letzte Tag, aber vielleicht auch besser so, ich merkte schon wie ich an allen möglichen Stellen auf meinen Füßen Blasen bekam. Das Llullu Llama zu verlassen viel mir nicht leicht, es ist doch ein super bequemes Hostal, mit tollem Essen, einem Traumambiente und wirklich nettem Personal. Die suchen dort übrigens auch immer Freiwillige, auch wenn man ansscheinend keinen Tag die Woche frei hat.
Ich habe auch hier einige nette Leute kennen gelernt, unter anderem eine Familie aus den USA mit denen ich und ein anderer Deutsche beim Abendessen ewig Gespräche über Politik führen. Vor allem als es um die anstehenden Wahlen in den Vereinigten Staaten ging wurden sie sehr emotional, wie Trump jemals so weit kommen konnte war jedem ein Rätsel, aber Clinton scheint auch nicht beliebt zu sein.

Llullu Llama

Isilnivi



Ich startete etwas später als sonst, so gegen 9 ging es los. Aus Isilnivi hinaus durch ein Mini-Tal in dem sich mir prompt ein Esel in den Weg stellte und diesen einfach nicht mehr verlassen wollte. Ein Stück die Straße entlang und bei einem kleinen Eukalyptuswäldchen (ich wusste nicht dass es solche Bäume in Ecuador gibt) in eine weiteres Tal abgebogen. Auf dem Weg lief ich an einer kleinen Orchideen "Plantage" vorbei, viele weise Blüten, unglaublich schön. Irgendwie hatte ich aber nach drei Tagen die Stille der Berge ein wenig satt, ich gebe zu mich die letzten zwei Stunden mit Musik beschalt zu haben.
Unten im Tal wieder einmal eine Brücke überqueren, dann wieder eine Straße entlang und schlussendlich den Berg auf der anderen Seite aufsteigen. Wieder einmal vorbei an jeder Menge Kühe, ein paar Einheimischen, einem kleinen Hunde der mich in einer Lautstärke anbellte, dass ich es mit der Angst zu tun bekam, und irgendwann nach Sigos.

Eucalyptus



In das Taal hinab

Erinnert an die Alpen...

Blick zurück



Es war doch irgendwie die unspektakulärste Wanderung, auch die kürzeste nebenbei. Hätte ich nicht ein, zwei Pausen gemacht, hätte ich da Dorf in drei Stunden erreicht. Dennoch, ein schöner Abschluss zu drei genialen Tagen in den Bergen, mit wunderschöner Landschaft, tollen Panoramaausblicken und wieder einmal jeder Menge netter Menschen.
In Sigos nahm ich einen Bus zurück nach Latacunga, zwei Stunden noch einmal die wunderschönen Berge sehen und bestaunen, ich konnte mich gar nicht satt sehen. In Latacunga angekommen ging es zurück zu meinem Hostal, erst einmal meine Sachen abholen, dann meine Füße verarzten. Ich traf durch Zufall eine Frau die ich schon in Ayampe am Tag des Erdbebens kennegelernt hatte. Wir gingen später zusammen Eis und dann Mexikanisch essen (ich weiß, normalerweise wäre das anders herum) und ich gab ihr Tipps für den Quilotoa Loop.
Doch, im Endeffekt war es ein großartiger Urlaub und auch ein toller Abschluss. Auch wenn ich realisiere, dass ich die Lodge extrem vermissen werde.... ich freue mich auf Peru und die Berge.

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