Ich habe ein paar grauenvoll schöne Tage hinter mir.
Zuerst einmal die Lodge verlassen, einfach war es nicht. Die Leute sind mir doch sehr ans Herz gewachsen, das Ambiente ist einfach genial und ich hatte die letzten Wochen einfach unglaublich viel Spaß. Nicht zuletzt wegen Jan, wenn man der Sohn vom Chef ist hat das doch einige Vorteile (wie, man darf jederzeit Kanus für was weis ich nicht alles nehmen).
Aber alles schöne geht irgendwann vorbei und so gibt es Platz für neue Erlebnisse, Bekanntschaften und Entdeckungen.
Dann war da natürlich Arosemena, ich dachte immer ich könnte das Dorf ohne Probleme verlassen aber wie das am Ende immer ist sieht man plötzlich alles durch eine rosarote Brille. Ich merkte wie nett und lieb doch alle Leute sind, wie sehr mir das Dorf mit seinen einfachen kleinen Straßen, den gefühlt tausenden Hunden, den wenigen Autos, dem Fluss und dieser unendlichen Ruhe doch fehlen wird. Ich habe mich mit Gabriella, einer der Lehrerinnen aus der Volksschule mit der ich mich immer super verstanden habe getroffen, wir waren ein bisschen in Tena. Dann hatte Ana-Paula, die Enkelin von Edwin und Sonnia Geburtstag, und auch wenn Kindergeburtstage nicht meins sind war es doch einfach unglaublich süs, und vor allem eine Möglichkeit einen Großsteil der Familie wieder zu sehen und tschüs zu sagen. Am Samstag war ich dann noch ein bisschen fort, ein letztes Mal mit Reggaeton Zugedröhnt bevor es endgültig zu viel wird, am Montag dann noch einmal eine Runde durch die Schule gedreht, mich wieder tränenreich von allen verabschiedet und das war es dann schon. Auf nach Quito.
Im Endeffekt, auch wenn es nicht immer toll war, ich werde das alles vermissen. Sowohl die Lodge, als auch Arosemena, und sogar Baños wo ich momentan gerade bin. Es war einfach ein geniales Jahr mit aufs und abs aber egal welche Erfahrungen man macht, man lernt immer dazu.
Momentan in Baños merke ich wie viel besser es hier war als ich es in Erinnerung hatte, vor allem die Leute von Hostal sind einfach alle so lieb, von Mayra wurde ich gestern und heute zum essen eigeladen, im Restaurant meinten alle wie sehr sie mich vermissen und sogar Juan war mir plötzlich viel sympathischer (wahrscheinlich weil er nicht mehr mein Chef ist).
Einfach gesagt, ich werde Ecuador vermissen, höllisch sogar.
Die Leute, die Landschaft, die Freiheit, das Leben.
Europa ist schön, wunderschön, und für immer könnte ich hier nicht bleiben. Vielleicht ist es auch nur die Tatsache, dass ich zu Hause wieder all diese Verantwortung habe, aber ich will nicht weg. Einfach noch nicht jetzt...
Ich hoffe Peru war das alles wert, ich hätte gerne noch eine Woche in Arosemena verbracht und wäre ein paar Tage in Baños geblieben. In ein paar Stunden habe ich einen weiteren Abschied vor mir, wie soll das gehen?
Noch eine Kleinigkeit, ich weis nicht wie und wo ich in Peru Internet haben werde wundert euch nicht wenn im nähsten Monat wenig bis gar nichts neues kommt. Nur als Vorwarnung, tut mir Leid.
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