Heute war einmal ein Tag, es ist nicht einmal sonderlich viel passiert aber mein Gott bin ich fertig.
Ich bin vor ein paar Stunden in Latacunga angekommen, von hier aus starte ich den Quilotoa Loop. Aber zuerst einmal musste ich aus der Lodge weg, kein Problem eigentlich. Wenn ich es nicht ernsthaft geschafft hätte beim verlassen des Kanus ins Wasser zu fallen. Oder eher zu steigen.
Zuerst mein Bein, dann mein Bauch, bis zu den Schultern, dann der Rucksack. Ich Panik, Bernado (Kanufahrer) stürmt nach vorne und nimmt mir den Rucksack ab, ich klettere an Land.
Ergebnis: durchnässt bis auf die Knochen, mein Handy war in der Hosentasche, mein Rucksack hatte auch ein Bad genommen. Aber ich hatte Glück im Unglück, wie durch ein Wunder funktionierte mein Handy noch, der Rucksack ist ansscheinend Wasserfest (danke Papa), kaum ein Tropfen drag ins Innere, wenn schon war er feucht. An der Bushaltestelle umgezogen, die Veterenärin des Amazoonico getroffen (keine langweilige 2h Busfahrt :) ) und ab nach Tena. Von dort aus ging es nach Arosemena, dort schnell ein paar Sachen zusammengepackt, meine nasse Kleidung aufgehängt (ganz ehrlich, die Jeans ist sowieso zum wegschmeißen), mit Sonnia und Endwin getratscht und schon wieder los.
Mit dem Bus nach Ambato, dann nach Latacunga. Irgendwann ist Busfahren auch einfach nur mehr langweilig...
Hier angekommen habe ich ein Hostal gesucht, ist ganz nett, billig, die Leute sind lieb, es gibt gratis Teewasser aber für Flaschen an füllen muss man extra zahlen (da verstehe einer die Logik). Morgen geht es nach Quilotoa oder Quito, eigentlich wollte ich schon ganz früh weg aber ich habe heute noch einmal mit dem Konsulat in Quito telefoniert, mein Wahlkarte ist noch immer nicht angekommen. Wir reden morgen noch einmal, wenn sie immer noch nicht da ist hat das System versagt und ich habe eine gute Entschuldigung nicht zu wählen, ansonsten fahr ich halt nach Quito, Tagesausflug. Problem ist nur das das Konsulat erst um 10 aufsperrt, das heißt ich komme nicht wie geplant um 7 oder 8 weg. Naja, entspannt aufstehen, ausschlafen, packen und dann losfahren. Mal schauen, schaffe ich den Bus um 10 bin ich so gegen 12 oder 1 oben, Vielleicht geht sich die Kraterwanderung ja noch aus.
Jedenfalls war es eine gute Idee nicht sofort hoch zu fahren (mein wahnsinniger erster Plan). Erstens wäre es eine dämliche Idee von 300 auf knapp 4000 Meter zu fahren, zweitens habe ich da oben nicht sicher Empfang, geschweigeden Internet, und drittens brauche ich auch einmal Pause.
So habe ich heute passable Pizza gegessen, mein Handy doch noch reperieren lassen (war innen feucht, musste getrocknet werden), viel Obst für die nächsten Tage gekauft und jetzt schnorre ich Strom von einem Computer da mein Ladekabel hin ist, die im Handygeschäft Wucherpreise verlangen, ich zu faul bin um 7 Uhr noch ein Kabel suchen zu gehen das ich mir leisten kann (oder eher will) und morgen sowieso Zeit habe.
Sollte ich die nächsten Tage nicht schreiben, wundert euch nicht, wer hat in den Bergen schon Internet.
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