Montag, 31. August 2015

Erste Eindrücke

Die schlechte Nachricht zuerst, mein Laptop weigert sich sich mit dem Internet zu verbinden, jetzt kann ich den Text über meine Ankunftsodysee gar nicht posten. Und Bilder gibts mal auch keine.

Ich bin total überfordert. Mag sein dass ich es schaffe alleine mit dem Bus von Quito nach Tena zu reisen, aber sobald es zum wirklichen Leben kommt... Ich bekomm den Mund kaum auf, wenn ich mich doch einmal überwinden kann stottere ich mehr als dass ich Rede. Meine Spanisch Kenntnisse scheinen sich in den Monaten halbiert zu haben, wenigstens versteht ich fast alles. Das Spanisch hier ist wirklich schön, jedenfalls um etliches besser als das in Spanien. Aber ist nur mein Geschmack.
Der Ausblick aus meinem Zimmer ist der Wahnsinn, sowieso die ganze Landschaft. Die Pflanzen, Bäume, Sträucher, teilweise wie aus einem Reiseprospekt. Vorhin hab ich einen mini Spaziergang durch das Dorf gemacht, was schwerer getan als gesagt ist. Eigentlich bin ich nur eine Straße entlang gelaufen. Dafür dass hier nicht sonderlich viele Menschen leben gibt es erstaunlich viel. Jedenfalls jede Menge mini Läden und provisorische Internet Cafés. Eigentlich bin ich ganz froh in keiner mega Stadt zu sein, dort wäre ich wahrscheinlich noch verlorener. Was ganz lustig ist bisher, ich falle auf. Allein durch meine Haarfarbe, selbst wenn ich keine Kupferstich durch das Henna hätte. Ich weiß nicht ob ich das sonderlich mag, normalerweise tendiere ich ja eher dazu mich , wenn ich nervös bin, zu verstecken.
Mein Zimmer ist klein aber in Ordnung, hab sorgar ein Bad dabei. Heute in der Nacht hat es geschüttet, aber in einer Art und Weise bei der ich selbst bei uns daheim etwas Panik bekommen hätte. Oh ja, an das Wetter muss ich mich wohl noch gewöhnen. Die Luft ist immer feucht, die Temperaturen bis jetzt fast immer gleich. Wenn der Regen kommt "kühlt" es etwas ab, richtig heiß wirds aber glaub ich auch nicht.
Meine Gastfamilie ist wirklich total nett, ich glaub man merkt mir an dass ich irgendwie noch nicht recht weis was ich tun soll. Edwin meint die ganze Zeit ich soll "mas tranquila" sein, schätzungsweise dauert es aber noch n bisschen bis ich mich an das Leben hier angepasst hab. Wenigstens hab ich mit dem Essen kein Problem, ich mag Reis. 
Ich weiß gar nicht was ich erzählen soll. Da gibt es einerseits unendlich viele Eindrücke, Dinge die neu für mich sind, andererseits hab ich bis jetzt nicht viel getan. Schule beginnt am Mittwoch, viel mehr vorbereiten kann ich mich sowieso nicht. Wie auch, hab ja immer noch keine Ahnung wie das alles aussieht. Kennen tu ich jetzt ja eigentlich keine Leute hier, und so viel kann man in Arosemena Tola auch nicht machen. Aber momentan genieße ich die Ruhe noch, ich weiß nicht wann ich das letzte mal wirklich nichts zu tun hatte. Also wikrlich keine Verpflichtungen, keinen Stress.  Angenehme Abwechslung.

Ich hasse es vom Handy aus bloggen zu müssen, keine Ahnung ob ich das länger durchhalten kann. Irgendwie habe ich das Gefühl raus gehen zu müssen, etwas von Ecuador zu sehen, Leute kennen zu lernen. Aber dann ist da der Regen, die Aussicht vom Balkon und die Tatsache das ich noch ne weile da bin. Mal schaun, irgendwann muss ich mich ja aufraffen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen