Ich sitze gerade im Zug nach Graz. Bei mir; ein
Sackerl mit meinen alten Wanderschuhen und ein größerer, schätzungsweise 20
Liter Rucksack vollgestopft mit allerlei unnötigen Zeug, dass ich doch
irgendwie brauche. Oder geglaubt habe zu brauchen zu werden. Wieder die Frage
wie ich mit nur 23 kg ein Jahr auskommen soll. Ich schaue aus dem Fenster, die
Gegend ist eintönig. Berge, Hügeln, Wälder, Felder, kleine Dörfer und
vereinzelte Häuser. Eine andere Frage die sich mir aufdrängt, wie kann man hier
leben? Im Nichts. Zwischen Freilandstraßen und Mais-Feldern. Ich bin wohl zu
sehr Stadtmensch, kann der Ruhe wenig abgewinnen. Das Landleben würde mich
langweilen, tut es ja jetzt schon.
In meinen Ohren klingen Gorillaz, "Kids with
Guns". Vielleicht nicht Textlich aber musikalisch passt es perfekt. Ein
durchgängiger Rhythmus, eingängige Melodien, es entspannt, lässt mich
abschalten. Ob wohl bald ein Fahrkarten Kontrolleur kommt? Es würde mich nicht
einmal stören, zu selten wurde ich nach einem gültigem Ticket gefragt. Auch
wenn ich praktisch gratis fahre, es kommt mir fast verschwenderisch vor.
Wieso will ich ausgerechnet das alles aufschreiben?
Gerade durchleben ich einen ruhigen und ereignislosen Moment in meinem Leben,
das ganze Wochenende kommt mir im Nachhinein wie eine Loch vor in dem sich
meine Gedanken um nichts drehten und jegliche Sorgen einfach nicht existent
waren. Immer weiter entfernt sich dieses Gefühl je näher ich Graz komme, ich
will erst gar nicht an den Stress der nächsten Wochen denken. Noch ein bisschen
den inneren Frieden genießen, der Musik lauschen, aus dem Fenster auf die immer
gleiche Landschaft blicken. Wie weiß wann ich sie wiedersehe.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen