Freitag, 14. August 2015

Freunde


Ich würde nicht sagen, dass ich viele Freunde habe, aber es kommt wohl immer darauf an wie man Freunde definier. Für mich sind es Menschen die ich gern hab, in deren Umgebung ich mich wohl fühle. Menschen mit denen ich reden kann, über alles und nichts, Gott und die Welt, nur kein angespanntes oder peinliches Schweigen, das ist normalerweise das erste Anzeichen dafür das irgendetwas nicht passt. 
Es müssen Menschen sein denen ich vertraue, denen gegenüber ich mich öffnen kann und bei denen ich mir sicher bin, dass sie auch meine Ecken und Kanten akzeptieren. Es sollten Personen sein in deren Umgebung ich ich selbst sein kann, oder zumindest eine Version meiner selbst, denn seien wir ganz ehrlich, kein Mensch hat nur ein Ich.
Freunde sind Leute mit denen man sich versteht auch wenn man sie nicht alle paar Tage sieht, Menschen die man auch nach Monaten oder Jahren erkennt und mit denen man sich trotz anderer Lebensumstände noch treffen und Spaß haben kann. Aber Freunde sollten einen nicht vergessen. Leute die dich durch einen Lebensabschnitt begleitet haben, sobald dieser vorbei ist aber in der Ferne verschwinden, trotz all der Versprechungen von Unternehmungen und Treffen, sind keine Freunde. Ich würde solche Beziehungen als Zwecksgemeinschaften bezeichnen, Personen die man getroffen hat, die nun einmal da waren, aber im Endeffekt keine Bedeutung haben. Irrelevante Menschen. Kling hart, ist aber die Realität. Wir alle haben solche Leute in unserem Leben. Oder besser gesagt, hatten.
Freunde müssen dich nicht in und auswendig kennen, sie müssen nicht sobald du dein Gesicht ein bisschen verziehst wissen was du willst oder was dich bedrückt. Sie müssen nicht all deine Hobbies kennen oder teilen, sie müssen nicht immer bereit sein etwas mit dir zu machen. Echte Freunde muss man nicht alle zwei Tage treffen, sie müssen nicht zu jeder deine Partys kommen oder deine ganze Familie kennen, da sie ständig bei dir ein und aus gehen. Freunde, wirkliche und wahre Freunde, sind Menschen die da sind wenn man sie braucht, die differenzieren können zwischen einem wichtigen Ereignis in deinem Leben und bedeutungslosen Feiern, sie sollten erkennen wann du einfach nur etwas machen, außer Haus kommen willst, und wann es um etwas ernsteres geht. Sie sollten einfach da sein, sie sollten dafür sorgend, dass du dich wohl fühlst, dass du nicht alleine oder einsam bist. Es sollten Menschen sein die dir den Tag versüßen, die Wolken vertreiben können, mit denen du Erinnerungen schaffst. 
Jeder Mensch braucht Freunde, jeder Mensch braucht andere Mensch die ihm durch Leben helfen und bei den wichtigen Momenten dabei sind. Und selbst wenn das nicht geht, sollten sie zumindest über bedeutende Ereignisse Bescheid wissen, damit man sie später teilen kann.
Und darum kann ich sagen, dass ich nicht viele Freunde habe, aber unglaublich dankbar und froh über die wenigen Personen bin die ich wirklich Freunde nennen kann. Ohne sie wäre mein Leben wohl ziemlich leer.

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