Wenn man für längere Zeit packen muss, es nicht nur um eine zweiwöchigen Urlaub oder ein Wochenende bei Verwanten geht, fängt man gezwungenermasen an auszusortieren. Es geht aber nicht nur darum was man braucht und was nicht, man beginnt zu differenzieren zwischen Dingen die sowhol für das tagtägliche Leben wichtig sind als auch einen emotionalen Wert besitzen, und denen an denen man eigentlich nicht hängt. Es ist seltsam all meine kurzen T-Shirts anzuschauen und zu realisieren, dass ich mehr als die Hälfte seit ewigkeiten nicht mehr getragen habe (was wohl bei dejer Frau so ist) und die Meisten nicht einmal besonders mag. Skurril wird es bei meinen Band-Shirts. Man sollte meinen bei dem Geld das ich dafür ausgegeben habe hänge ich an ihnen.
Denkste. Ich glaube ich nehme genau eines mit, und zwar als Pyjama.
Aber eigentlich wollte ich nicht nur über T-Shirts schreiben, es geht um mehr, prinzipiell um das ganze Leben. Ich schleppe so viel unnötiges und irrelevantes mir mir herum. So viele Kleinigkeiten die keinen Wert für mich haben aber irgendwie einfach da sind. Jedes Mal wenn ich durch mein Zimmer schaue wird mir bewusst was ich alles zurücklasse, nur das dieser Gedanke mich nicht stört oder gar weh tut. Es ist eher eine erleichterung mit leichtem Gebäck zu reisen.
Ich wäre nicht ich, wenn ich nur über Matterielles schreiben würde, oder? Nein, natürlich rede ich hier auch von anderen Sachen: Gefühlen, Ängsten und auch Menschen. Ja ich habe vor einiges zurückzulassen, nur dass ich manches, im Gegensatz zu meiner Sammlung an Ambändern, den halbvoll geschriebenen Notizbüchern, meinem Geburtstagshut oder den duzenten Jutebeuteln, nicht wiedersehen werde. Ein Jahr im Ausland ist die perfekte Möglichkeit gewisse Fäden zu trennen, Gewohnheiten zu begraben, sich selbst neu zu erfinden. Ich habe nicht vor in mein jetziges Leben zurückzukehren, so weiterzumachen wie bisher. Ich will nicht, dass sich nichts ändert, ich will einen neuen Start. Und dafür braucht es mehr als nur ein neues ich, dafür muss auch meine Umgebung anders sein.
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