Da kündige ich groß an Dienstags in der Früh wegzufahren und dann verschiebt sich natürlich alles. Jetzt geht es Mittwoch los, so um 4... immer noch in der Früh. Aber kein Problem, ich schlafe bei einer Freundin in Tena und hoffe sie und ihre Family nicht aus dem Bett zu werfen wenn ich zu dieser unchristliche Zeit, die Wohnung verlasse.
Immerhin habe ich so Zeit über gestern zu schreiben.
Ja, aber was ist den gestern so tolles passiert?
Schön das ihr fragt!
Ich war bei Karate :DDDD
Seit ca 6-7 Monaten habe ich meinen Lieblingssport, der mittlerweile so viel mehr als ein Hobby für mich ist, nicht mehr richtig betrieben. Sommerloch, dann Ecuador, mir war nicht bewusst wie sehr es mir gefehlt hat. Aber durch Zufall habe ich jemanden getroffen der den Sport genau so zu lieben scheint wie ich, immerhin haben wir auch den gleichen Gürtel (3. Kyu), und ich habe einfach gefragt ob er mich einmal mitnimmt. Fun-Fact, Karat ist hier gratis, immer Wochentags von 4-6, dafür sind die Prüfungen sauteuer.
Gesagt, getan, und so fand ich mich in einem mit Matten ausgelegtem Raum wieder der eine Spiegelwand hatte und nach Fußballspielen zum aufwärmen (bei uns war es immer Basketball) ging es los, hauptsächlich Kumite. Es tat einfach so gut, der Sport ist ein bessere Entspannungmittel für mich als eine Woche Meer, verständigungsporbleme habe ich auch nicht, die Techniken haben ja japanische Namen, und selten hat sich Anstrengung und Schweiß so gut angefühlt. Das wohl beste war aber, dass wir am Ende ca zehn Minuten auf Boxsäcke eingeprügelt haben. Einerseits extrem anstrengend, andererseits super befriedigend.
Wo kann man bitte besser Aggressionen auslassen? Auf die Schlagpolster einschlagen war in Österreich auch immer eine meiner Lieblingsaktivitäten.
Also im Endeffekt heißt das eigentlich nur, dass ich 100% wieder hingehen werde. Nicht jeden Tag, Busfahren kostet ja n bisschen was (wenn auch nicht viel) aber allein die Tatsache, dass ich die Möglichkeit habe macht mich richtig glücklich.
Nach Karate habe ich mich mit dem Freund mit dem es morgen losgeht getroffen, Details klären und Tacos essen (sooo gut^^) und dann am nach Hause. Im Bus (der gestopft voll war, so etwas habe ich noch nie erlebt) habe ich zwei Mädels aus den USA kennengelernt. Zeugen Jehovas, aber davon habe ich eigentlich nix gemerkt (außer dass ihnen die Erwähnung von Weihnachten ein bisschen unangenehm war), so waren sie super nett, ich konnte mein Englisch trainieren und habe mir die Zeit vertrieben. Ebenfalls Freiwillige (von denen wimmelt es hier ja nur so), nur dass sie in einem Dorf irgendwo im Dschungel 4/5 Stunden entfernt wohnen. Ich finde es immer toll Leute kennenzulernen :)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen