Kaum zu glaube dass ich schon iweder hier bin, die letzten beiden Wochen waren der wahnsinn, kaum ein Tag an dem ich nach 7 aufstehen durfte, jede Minute vollgepackt, kaum Pausen. So viel gesehen und erlebt, ich wünschte sie hätten nie geendet.
Am 13.02 fuhr ich gegen Mittag nach Quito, am Terminal ging es dann in den Flughafenbus. Dort musste ich mehr als eine Stunde zwischen lärmende Menschenmassen warten, die ihre Familienangehörigen/Freunde in Empfang nahmen, bei all den Wiedervereinigungen wurde ich richtig emotional. Endlich konnte ich dann den Kopf meines Papas entdecken, nicht sonderlich schwer überragte er doch mindestens die Hälfte aller anwesenden Menschen, und auch wir vielen uns in die Arme. Danach ging es mit dem Bus in die Innenstadt, wir checkten ins Hotel ein und meine Schwester viel totmüde ins Bett. Ich und Papa gingen noch etwas essen und genossen den Anblick einer fast leeren Altstadt.
Am ersten richtigen Tag schauten wir uns die Stadt an. Zuallererst ging es auf die Basilika die ich bei meinem ersten Besuch in Quito schon bestaunen durfte. Danach in die Altstadt, die verschiedenen Plätze abklappern, in die Jesuitenkirche (kaum ein Fleck im Innenbereich der nicht mit Gold ausgekleidet war). Wir fuhren zu eines Aussichtspatz mit einer großen Statue (den Namen habe ich vergessen), spazierte wieder hinunter, wollten ins Nationalmuseum schauen, stellten aber fest dass es geschlossen hatte. Was solls, in den Park gechillt, eine Kleinigkeit gegessen und dann noch eine Runde durch Marical Sucre gedreht. Wir hatte irrsinniges Glück mit dem Wetter, strahlender Sonnenschein, zwar jede Menge Menschenassen aber nie das Gefühl erdrückt zu werden.
Am Abend ging es dann in ein wirklich total liebes Restaurant auf einem Hügel von dem man einen fantastischen Ausblick über die Stadt hatte. Quito bei Nacht zu sehen ist schon einmalig. Eigentlich wären wir im Innenraum gesessen aber eine Reservierung verfiel und so durfte wir sogar auf den Balkon.
Der Zweite Tage begann etwas stressiger. Wir staden früher auf und fuhren so gegen 8 zum Teleférico, einer Seilbahn die auf den Pichincha hinauffährt. Die Idee war möglichst früh dort zu sein bevor die Wolken zuziehen damit wir noch eine tolle Aussicht hätten. Als wir ankamen stellte wir fest, dass außer uns ansscheinend niemand so wahnsinnig ist und um halb 9 bei der Seilbahn auftaucht. Netterweise öffneten die Angestellten aber ein paar Minuten früher als üblich und so waren wir an diesem Tag die ersten die die 10 Minuten Fahrt auf sich nahmen. Oben angekommen kam sogar die Sonne für ein paar Minuten heraus und wir hatten einen einmalig schönen Blick auf Quito. Die Stadt ist gewaltig, selbst auf 4000m hat man das Gefühl ihren Anfang und das Ende nicht erkennen zu können.
Und was wäre ein Ausflug auf den Pichincha ohne den Versuch den Berg zu besteigen?
Also machten wir uns auf den ca 3h langen Weg. Im großen und ganzen war es keine sonderlich schwere Wanderung wenn man aber die Höhe miteinbzieht... Einfach gesagt, die ersten paar hundert Höhenmeter (insgesamt waren es ungefähr 600-700) stellten keine große Herausforderung dar. Ja ein wenig anstrendgend aber ok. Der Weg zieht sich anfangs relativ gemütlich am Fuß des Berges entlang, etwas Hügelig mit einigen ordentlichen Steigungen aber nicht tragisch. Danach geht man ein Stück um den Berg herum um dann einen steileren Gerölhang hinaufzuklettern. Hat man all das überwunden kommt das schwierigste Stück, ein kaum ersichtlicher Weg der sich um die steinige und steile Bergkuppe zieht und irendwann auf der Spitze endet. Gegen Ende hin wurde nicht nur das Wetter immer schlechter (Nebel, Wolken...) ich bekam die Höhe langsam aber sicher auch immer stärker zu spüren. Wie erklärt man das am besten?
Einfach gesagt, alles wurde anstrengender, aber Grundlos. Alle paar Meter musste ich stehenbleiben, meine Gehgeschwindigkeit verringerte sich trastisch, jeder Höhenmeter wirkte plötzlich wie eine Herausforderung. Und dass obwohl mein Körper vollkommen in Ordnung war. Meine Beine hatten keine Probleme, keine Schmerzen oder ziehende Muskeln. Wenn ich teilweise etwas schneller gehen oder große Höhen überwinden musste war es absolut keine große Sache, jedenfalls für meinen Körper. Natürlich haben wir nicht aufgegeben, ich kämpfte zwar teilweise ziemlich, aber umdrehen kam nicht in Frage. Wenn man schon so weit ist kann man nicht umdrehen.
Oben war es kalt, windig und man sah genau gar nichts. Beim hinuntergehen bereute ich keine Handschuhe mitgenommen zu haben, ich schwöre, selbst Stunden später waren meine Finger klamm. Als wir wieder bei der Seilbahn waren riss dann plötzlich der Himmel auf und man konnte den Berg in all seiner Pracht sehen. Zu schade, dass das nicht zwei Stunden früher passieren konnte.
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