Heute Morgen war ich wieder einmal laufen auf der Donauinsel.
Sonntag früh, halb 8, windig, nicht zu kalt aber kühl, keine Sonne, richtig
schönes "drinnen-bleiben-Wetter". Faszinierend wen man zu solchen
Zeiten auf der Straße begegnet.
Da sind natürlich die anderen Läufer, Jung und Alt, alle mit Kopfhörern,
teilweise sogar ein Handy in der Hand (was ich immer noch nicht verstehe).
Bunt, in Neonfarben, engen Hosen, die meisten so verschwitzt und schnaufend wie
ich, aber dann gibt es da immer
noch die bei denen Laufen wie ein Spiel aussieht. Sie schweben dahin, überholen
dich ohne Anstrengung,
verschwinden aus deinem Blickfeld noch bevor du sie richtig betrachten konntest
und erinnern dich daran, dass du noch einen langen Weg vor dir hast.
Wem ich noch begegnet bin? Spaziergängern mit Hunden, gefühlt dutzenden.
Ein paar älteren Menschen, sogar einer Frau mit prall gefüllter Einkaufstasche.
Dann war da mitten auf der Donauinsel eine Frau mit zwei Kindern, im Nichts, weit entfernt von Brücke oder anderen interessanten Orten. Neben dem Schulschiff saß
eine Gruppe junger Männer, hinter ihnen immer noch die unabgebauten
Reste vom Donauinselfest. Ist das nicht auch schon wieder eine Woche her?
Beim Rückweg, auf einer Brücke, begegnete ich einer Radfahrerin die wie ich Mühe
hatte vom Wind nicht umgeblasen
zu werden und leicht schwankend an mir vorbeifuhr.
Neben einer Straßenbahnhaltestelle saßen ein älterer Mann und eine Frau mit Dreadlocks
und zwei Hunden und schauten amüsiert dabei zu wie ich an ihnen vorbeilief, mit hochrotem Kopf und durch Haare verklebtes Gesicht.
Es ist schön hin und wieder auf die Menschen um einen herum zu achten. Zu
sehen wen es alles gibt, wie die Leute leben, was sie mit ihrer Zeit machen. Es
entspannt, auf eine seltsame Art und Weise.
Ich habe es genossen zu beobachten.
Es beruhigt ein wenig.
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