Donnerstag, 18. Juni 2015

Der erste Post

Es gibt zu viele Möglichkeiten für den ersten Post.
Die einfachste wäre die "Ich stelle mich hiermit einfach einmal vor"-Methode. Einige Worte über die eigene Person, Freunde, Familie und Zukunftspläne. Gedanken zu aktuellen Themen, Weisheiten über das Leben, Liebeserklärungen an Vorbilder. Dazu vielleicht noch ein paar Prahlereien über besondere Leistungen, die eine oder andere Schwäche zugeben, Fotos (am besten von lachenden Menschen oder romantisch-mystische Landschaftsaufnahmen) und schon hat man sich selbst im best-möglichem Licht präsentiert.

Noch leichter haben es natürlich Kritiker, Modeblogger, Reisejournalisten oder Menschen jeglicher Art die es schaffen sich auf ein Thema zu spezialisieren. Dann muss man sich nicht einmal Gedanken darüber machen, welchen ersten Eindruck man schafft. Jeder weiß was einen erwartet. Ein klares Thema vereinfacht das Leben. Manchmal sind Einschränkungen wohl doch ein Segen.

Will man wirklich kreativ sein, kann das ein Problem werden. Einfach losschreiben? Damit ist doch niemand zufrieden. Wenn nicht jeder Satz stimmt, sich die Worte nicht geschmeidig aneinanderfügen, kein stimmiges und einzigartiges Ganzes schaffen, hat man schon verloren. Teilweise tut es gut nicht zu denken. Gedanken können Menschen in den Wahnsinn treiben.

Oder man macht es so wie ich. Wählt eine weitere, zugegebenermaßen unkreative, Möglichkeit und macht sich Gedanken über den ersten Post. Darüber wie einfach und banal das Thema doch ist und dennoch so viel Bedeutung hineininterpretiert wird. Als wäre das Leben nicht schon kompliziert genug.
Es geht hier nicht darum kreativ oder neu und spannend zu sein. Ich führe kein besonders aufregendes oder außergewöhnliches Leben. Ich bin weder ein Genie noch habe ich besondere Fähigkeiten die ich mit anderen teilen möchte. Der Sinn des Ganzen, was genau aus dieser Seite wird, ist mir im Moment ein Rätzel. Ich habe weder ein klares Ziel noch bestimmte Menschen die ich ansprechen will.
Ich hoffe ich habe bis hierher nicht zu viele potentielle Leser abgeschreckt. Obwohl, da man aus dem Namen dieses Blogs meine "Lebenseinstellung" ablesen kann, ich gehe sowieso nicht davon aus, dass es allzu viele werden.

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