Es gibt zu viele Möglichkeiten für den ersten
Post.
Die einfachste wäre die "Ich stelle mich
hiermit einfach einmal vor"-Methode. Einige Worte über die eigene Person,
Freunde, Familie und Zukunftspläne. Gedanken zu aktuellen Themen, Weisheiten
über das Leben, Liebeserklärungen an Vorbilder. Dazu vielleicht noch ein paar
Prahlereien über besondere Leistungen, die eine oder andere Schwäche zugeben,
Fotos (am besten von lachenden Menschen oder romantisch-mystische
Landschaftsaufnahmen) und schon hat man sich selbst im best-möglichem Licht
präsentiert.
Noch leichter haben es natürlich Kritiker,
Modeblogger, Reisejournalisten oder Menschen jeglicher Art die es schaffen sich
auf ein Thema zu spezialisieren. Dann muss man sich nicht einmal Gedanken
darüber machen, welchen ersten Eindruck man schafft. Jeder weiß was einen
erwartet. Ein klares Thema vereinfacht das Leben. Manchmal sind Einschränkungen
wohl doch ein Segen.
Will man wirklich kreativ sein, kann das ein
Problem werden. Einfach losschreiben? Damit ist doch niemand zufrieden. Wenn
nicht jeder Satz stimmt, sich die Worte nicht geschmeidig aneinanderfügen, kein
stimmiges und einzigartiges Ganzes schaffen, hat man schon verloren. Teilweise
tut es gut nicht zu denken. Gedanken können Menschen in den Wahnsinn treiben.
Oder man macht es so wie ich. Wählt eine weitere,
zugegebenermaßen unkreative, Möglichkeit und macht sich Gedanken über den
ersten Post. Darüber wie einfach und banal das Thema doch ist und dennoch so
viel Bedeutung hineininterpretiert wird. Als wäre das Leben nicht schon
kompliziert genug.
Es geht hier nicht darum kreativ oder neu und
spannend zu sein. Ich führe kein besonders aufregendes oder außergewöhnliches
Leben. Ich bin weder ein Genie noch habe ich besondere Fähigkeiten die ich mit
anderen teilen möchte. Der Sinn des Ganzen, was genau aus dieser Seite wird,
ist mir im Moment ein Rätzel. Ich habe weder ein klares Ziel noch bestimmte
Menschen die ich ansprechen will.
Ich hoffe ich habe bis hierher nicht zu viele
potentielle Leser abgeschreckt. Obwohl, da man aus dem Namen dieses Blogs meine
"Lebenseinstellung" ablesen kann, ich gehe sowieso nicht davon aus,
dass es allzu viele werden.
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