Sonntag, 2. Juli 2017

Sonntag, halb 8, auf der Donauinsel


Heute Morgen war ich wieder einmal laufen auf der Donauinsel.
Sonntag früh, halb 8, windig, nicht zu kalt aber kühl, keine Sonne, richtig schönes "drinnen-bleiben-Wetter". Faszinierend wen man zu solchen Zeiten auf der Straße begegnet.

Da sind natürlich die anderen Läufer, Jung und Alt, alle mit Kopfhörern, teilweise sogar ein Handy in der Hand (was ich immer noch nicht verstehe). Bunt, in Neonfarben, engen Hosen, die meisten so verschwitzt und schnaufend wie ich, aber dann gibt es da immer noch die bei denen Laufen wie ein Spiel aussieht. Sie schweben dahin, überholen dich ohne Anstrengung, verschwinden aus deinem Blickfeld noch bevor du sie richtig betrachten konntest und erinnern dich daran, dass du noch einen langen Weg vor dir hast.
Wem ich noch begegnet bin? Spaziergängern mit Hunden, gefühlt dutzenden. Ein paar älteren Menschen, sogar einer Frau mit prall gefüllter Einkaufstasche. Dann war da mitten auf der Donauinsel eine Frau mit zwei Kindern, im Nichts, weit entfernt von Brücke oder anderen interessanten Orten. Neben dem Schulschiff saß eine Gruppe junger Männer, hinter ihnen immer noch die unabgebauten Reste vom Donauinselfest. Ist das nicht auch schon wieder eine Woche her?
Beim Rückweg, auf einer Brücke, begegnete ich einer Radfahrerin die wie ich Mühe hatte vom Wind nicht umgeblasen zu werden und leicht schwankend an mir vorbeifuhr. 
Neben einer Straßenbahnhaltestelle saßen ein älterer Mann und eine Frau mit Dreadlocks und zwei Hunden und schauten amüsiert dabei zu wie ich an ihnen vorbeilief, mit hochrotem Kopf und durch Haare verklebtes Gesicht. 

Es ist schön hin und wieder auf die Menschen um einen herum zu achten. Zu sehen wen es alles gibt, wie die Leute leben, was sie mit ihrer Zeit machen. Es entspannt, auf eine seltsame Art und Weise.
Ich habe es genossen zu beobachten.
Es beruhigt ein wenig.

Dienstag, 20. Juni 2017

Ein Neuanfang (!?)

Ich schreibe wenig, ich weiß. 
Die Leser die ich einmal hatte haben sich in alle Himmelsrichtungen verstreut. Eigentlich schade, der Gedanke, dass irgendjemand Interesse an den doch sehr sinnfreien und ungeordneten Ausbrüchen meiner Fantasie hat, waren immer ein wenig schmeichelnd.

Aber jetzt ist die Lust am Schreiben wieder da, wenig überraschend, nicht schleichend eher mit Pauken und Trompeten überfiel sie mich. Ein Wunder, dass ich ihr so lange wiederstehen konnte, diesem garstigen kleinen Biest das meine Finger zum Zittern und meinen Kopf zum Brummen bringt.
Eingerostet bin ich, was Worte angeht, Sätze formulieren fällt schwer. 
Konzepte erstellen? Ein Ding der Unmöglichkeit. Entschuldigt das Chaos meiner Gedanken, ich muss wohl wieder lernen wie man ordnet, strukturiert, Spannungsböden zieht, Leser hält.
Vielleicht passiert auch zu wenig in meinem Leben?
Nur ein weiterer Student, geflohen in die Hauptstadt, dem Paradies für junge Österreicher die sich einbilden weltoffen und alternativ sein zu müssen, dem gefühlt einzigem Ort in diesem kleinen Land der nicht von Bergen umgeben ist, indem es keine Gefahr gib von singenden Frauen in Dirndl überrascht zu werden, in dem sich immer mehr Hipster-Kaffees und Veganen Eisläden einschleich und wo einem Gentrifizierung beinahe ins Gesicht geschlagen wird.

Ein kleiner Neuanfang, dieser Post. Der Beginn einer Beziehung, ein Ausblick in die Zukunft. Rosig liegt sie vor uns, ein Weg voller belangloser Gedanken, individueller Ideen, mitreisender Erzählungen. Über das Leben, über mich, teilweise, und all die anderen Dinge die jeder Blogger einmal in seinem Leben aufgreifen muss. 
Bleibt bei mir, es wird glorreich.