Ich schreibe wenig, ich weiß.
Die Leser die ich einmal hatte haben sich in alle
Himmelsrichtungen verstreut. Eigentlich schade, der Gedanke, dass irgendjemand
Interesse an den doch sehr sinnfreien und ungeordneten Ausbrüchen meiner
Fantasie hat, waren immer ein wenig schmeichelnd.
Aber jetzt ist die Lust am Schreiben wieder da, wenig überraschend, nicht
schleichend eher mit Pauken und Trompeten überfiel sie mich. Ein Wunder,
dass ich ihr so lange wiederstehen konnte, diesem garstigen kleinen Biest das
meine Finger zum Zittern und meinen Kopf zum Brummen bringt.
Eingerostet bin ich, was Worte angeht, Sätze formulieren fällt schwer.
Konzepte erstellen? Ein Ding der Unmöglichkeit. Entschuldigt das Chaos meiner
Gedanken, ich muss wohl wieder lernen wie man ordnet, strukturiert,
Spannungsböden zieht, Leser hält.
Vielleicht passiert auch zu wenig in meinem Leben?
Nur ein weiterer Student,
geflohen in die Hauptstadt, dem Paradies für junge Österreicher die sich
einbilden weltoffen und alternativ sein zu müssen, dem gefühlt einzigem Ort in
diesem kleinen Land der nicht von Bergen umgeben ist, indem es keine Gefahr gib
von singenden Frauen in Dirndl überrascht zu werden, in dem sich immer mehr Hipster-Kaffees
und Veganen Eisläden einschleich und wo einem Gentrifizierung beinahe ins
Gesicht geschlagen wird.
Ein kleiner Neuanfang, dieser Post. Der Beginn einer Beziehung, ein Ausblick
in die Zukunft. Rosig liegt sie vor uns, ein Weg voller belangloser Gedanken,
individueller Ideen, mitreisender Erzählungen. Über das Leben, über mich,
teilweise, und all die anderen Dinge die jeder Blogger einmal in seinem Leben
aufgreifen muss.
Bleibt bei mir, es wird glorreich.